Hallo Community,
in diesem Testbericht soll Euch das neue Sony Ericsson Walkmanhandy W302 näher gebracht werden.
Verpackung und Inbetriebnahme:
Die Verpackung schaut so aus :
und bringt folgenden Lieferumfang zutage:
- Das W302
- Akku BST-33
- Netzteil
- Memory Stick Micro M2 mit 512 MB (bereits im Gerät installiert)
- Headset HPM-64
- Datenkabel
- Bedienungsanleitung
Das Handy wirkt durch seine extrem kleinen Abmessungen von lediglich 46 x 100 x 11 mm nicht nur auf den ersten Blick extrem schlank und vermittelt einen edlen Eindruck, der durch das Alufinish und den polierten Steuerkreis und seiner in dessen Mitte platzierten goldfarbenen Bestätigungs bzw. Play/Stop-Taste unterstrichen wird.
Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt, liegen jedoch, und das ist die erste negative Erkenntnis, derart eng beieinander, dass größere Finger vor höchsten Schwierigkeiten stehen dürften, das Handy in einer erträglichen Art und Weise zu bedienen.
Die Anordnung der Tasten ist gewöhnungsbedürftig und selbst mit schlanken Fingern ist die Bedienung alles andere als einfach, weil man einfach ständig Gefahr läuft, mehrere Tasten zugleich zu erwischen, hier ist Geduld gefragt.
Die Wipp-Taste auf der rechten Seite ist eine Kombitaste und dient a) für die Telefonstatus-Anzeige im Standby-Bildschirm b) der Zoomfunktion im Kameramodus und c) der Laustärkeregelung im Walkman- und Radiomodus bzw. der Telefonielautstärke.
Auf der linken Seite befindet sich die Walkman-Taste und der Fastport-Systemanschluss.
Die Rückseite besteht aus der 2MP Kamera und der Großen Abdeckung, die aufgrund ihrer extrem dünnen Ausmaße beim Öffnen des Gerätes nicht allzu vertrauenserweckend wirkt.
Während der Testphase kam es allerdings letztendlich nicht zu einem Bruch, bei längerer Benutzung sollte man den Verschleiß an der Stelle allerdings noch einmal überprüfen, da die Abdeckung nur geclippt ist und sowohl zum Speicherkarten-, Simkarten-, als auch zum Akkuwechsel geöffnet werden muss.
Die Auflösung des Displays weist eine Größe von 176 x 220 auf und erzeugt dadurch natürlich ein gewisses Maß an Unschärfe.
Hier ein Displayvergleich zwischen dem W302 (links) und dem K850i:
Weitere Größenvergleiche baulicher Art:

Menüaufbau:
Nach dem ersten Einschalten begegnet uns der Haupt-StandbyBildschirm, der sich SE typisch wie folgt darstellt:
Nach einer Animation und einer Zeit von ingesamt 40 Sekunden schaltet das Display, wie bei allen neueren SE-Modellen, komplett ab.
Bei aktivierter Tastensperre zeigt sich durch ein kurzes Betätigen einer der seitlichen Lautstärketasten die inzwischen übliche Standbyuhr inklusive der Symbole für (falls vorhanden) verpasstem Anruf und /oder Nachricht.
Positiv ist die deutliche und große Standbyuhr-Anzeige:
Auffällig beim Testgerät, was mit der FW-Version R1AA030 ausgeliefert wurde, ist das äußerst träge Verhalten beim schnellen Durchsteppen durch die einzelnen Menüpunkte.
Die 3 Punkte im unteren Displaybereich „Musik“ (links), "Menü" (Mitte) und „Kontakt“ (rechts) sind fest vorgegeben und über die 3 Tasten (siehe Pfeile) zu erreichen. Die Belegung der 4 Tasten des Steuerkreises lässt sich jederzeit in den Einstellungen unter "Verknüpfungen" individuell abändern.
Durch eine Bestätigung der goldenen Bestätigungs-Taste in der Mitte des Steuerkreises gelangt man ins Hauptmenü:
Das Nachrichtenmenü:
Das W302 besitzt ein Wörterbuch, das, wenn es aktiviert ist, Wortvorschläge anbietet. Das Wörterbuch ist jederzeit um eigene Wörter erweiterbar:
Der Unterpunkt „Kontakt“ verbirgt, wie nur unschwer zu erraten, unsere Telefon- und Namensliste, die selbsterklärend, aber einfach gehalten ist. Lediglich ein Name und eine dazugehörige Nummer können eingespeichert werden.
Ein Einblick in die (etwas eingeschränkte, gewöhnungsbedürftige, aber durchaus brauchbare) Kalenderfunktion:
Weitere Organizerfunktionen sind: Alarm, Anwendungen,Aufgaben,Timer,Stoppuhr und ein Rechner
Auf die beiden vorinstallierten Anwendungen soll hier noch einmal genauer eingegangen werden:
Hier verbirgt sich das Programm „Converter“, ein Umrechnungstool, was uns z.B. Strecken von Meter in Zoll, Fuß oder Yards umrechnen lässt. Weitere Möglichkeiten der Umrechnung: Volumen, Gewichte, Temperaturen, Geschwindigkeiten, Flächen, Tip Calculator (Trinkgeldberechung). Die zweite Anwendung ist das Java-Programm "World Clock" (animierte, mit dem Steuerkreis drehbare Weltkugel, die die jeweiligen Zeitzonen und die zugehörige Zeit aufzeigt.)
Hier einmal zum Vergleich das Programm "Converter" auf dem 240x320 Pixeln großen Display des K850i:
Im Menüpunkt Unterhaltung finden wir:
Spiele (3DRollercoasterRush + QuadraPop),
TrackID, den Videoplayer (eine Möglichkeit, eigene Videos aufzuzeichenen besteht nicht), und die Funktion „Sound aufnehmen“
3D Rollercoaster ist ein Achterbahn-Fahrspaß und läuft, und das ist die wichtigste Erkenntnis, flüssig und sauber. Der Sound ist nach kurzer Zeit nervig und sollte daher lieber direkt abgeschaltet werden. Für kurzweiligen Spielspaß sorgt das Game aber allemal:
Das bei vielen Handy-Spielern bekannte und beliebte Quadro Pop bietet ebenfalls keinen Grund zur Beanstandung und lässt sich auch mit der kleinen Auflösung sehr angenehm spielen:
Der Walkmanplayer:
Der Unterpunkt Musik im Hauptstandby-Bildschirm führt uns lediglich in den Dateimanager, während uns die goldfarbene Walkmantaste auf der linken Seite des Gerätes direkt in den Walkmanplayer bringt:



Coveranzeige, Diverse Einstellungsmöglichkeiten wie eine umfangreiche Klangregelung und Visualisierungsmöglichkeiten offenbaren hier eindeutig die Stärke des W302.
Ein Klangtest mit den im Lieferumfang befindlichem Headset HPM-64 ergab ein in dieser Preisklasse sehr zufriedenstellendes Klangerlebnis. Die Test-Dateien waren MP3s mit einer Kodierung von 128KB/s. Ein Vergleichstest mit einem HPM-70 zum Vergleich brachte erstaunlicherweise keine Klangverbesserung, da wirkt das HPM-64 sehr gut auf den Player abgestimmt und überzeugt durch eine ausgewogene Klangfarbe (Tipp: durch manuelle EQ-Einstellung kann hier jeder einen eigenen Frequenzgang auf seinen persönlichen Geschmack abstimmen).
Für die Unterbringung einer großen Musiksammlung ist natürlich eine große Speicherkarte Pflicht.
Radio:
Ein RDS-Stereo-Radio ist ebenfalls vorhanden und überzeugt durch gute Klang und Empfangseigenschaften mit dem HPM64, was wie bei allen SE-Handys hier als Antenne dient. Der Sound kann auch auf den Lautsprecher geschaltet werden.
Ein Wort dazu: Der Lautsprecher ist zwar vorhanden, hier darf natürlich niemand eine Topp-Soundschallquelle erwarten, dass lassen die Ausmaße und der Preis des W302 nicht zu.
Wer sich wundert, dass er keine Sendernamen angezeigt bekommt - RDS muss zunächst aktiviert werden.
Im Radio verbirgt sich ebenfalls die bei vielen beliebte Track-ID-Funktion.
Durch die seitliche Unterbringung des Fastport-Anschlusses ist die Handhabung des Handys bei gleichzeitig angeschlossenem Headset etwas umständlich, was aber natürlich bei allen SE-Modellen mit seitlicher Fastportanbringung der Fall ist.
Kamera:
Die Kamera wird durch Betätigen der Auslösertaste auf der rechten unteren Seite des W302 aktiviert:
Ein Zoomen ist lediglich in der VGA-Auflösung von 640x480 möglich:
Hier ein paar Beispielfotos, aufgenommen in der höchsten Auflösung von 1600x1220:
Baum- Seitenlicht
Baum-Volles Tageslicht
Bäume-noch einmal seitlicher Lichteinfall
Natur- Sonne und Schatten im starken Kontrast (im Schattenbereich ein überdeutlicher Blaustich erkennbar)
Gegenlicht
Verkehrsschild
Nahaufnahme bei Tageslicht
Nahaufnahme bei Kunstlicht
Nur bei optimalen Lichtverhältnissen liefert die Kamera, wie an diesen Fotos zu erkennen, ansprechende Qualität. Mehr kann und darf man nicht erwarten.
Das zuständige
Datenblatt gibt weitere technische Daten preis
Fazit:
Als Einsteigergerät ist das W302 durchaus zu empfehlen. Wer ein knappes Budget hat und sich zudem einen MP3-Player zulegen möchte, kann hier 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen, der Kauf einer größeren Speicherkarte sollte direkt mit in Erwägung gezogen werden. Eine Kamera, die bei entsprechenden Lichtverhältnissen gute Schnappschüsse liefern kann, bekommt man obendrauf.
Die Empfang- und Sprachqualität hat sich bei meinem Gerät bei entsprechender Netzabdeckung als gut herausgestellt, das ist SE-typisch.
Eindeutiger Nachteil sind die kleinen, eng beieinander liegenden Tasten, die eine flotte Bedienung verhindern. Durch die insgesamt geringen Abmessungen findet das Gerät allerdings auch in jeder noch so kleinen Tasche Platz.
Die geringe Displayauflösung ist ein weiteres Manko, aber auch hier sollte wieder drauf hingewiesen werden, dass wir uns hier im Low-End Bereich befinden. Das träge Menü sollte durch ein FW-Update möglichst schnell bereinigt werden.
Das Testgerät ließ sich im Telefonmodus nicht mit dem PC verbinden, dementsprechend war ein Datenabgleich mit einer entsprechenden Software nicht möglich. Auch das sollte schnellstmöglich durch Bereitstellung entsprechender Treiber nachgeholt werden. Deweiteren war es beim Testgerät nicht möglich, durch langes Drücken der #-Taste die Töne stummzuschalten. Desweiteren ließen sich nachträglich keine Themes installieren.
Danke an Sony Ericsson für die freundliche Bereitstellung des Testgerätes.
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