Ortega
 
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Fachbeiträge: 48
Dabei seit: 08.01.2006
Handys: K750i@W800i Provider: O2 Firmware: R1AA008
Status: n/a
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Sonntag, 12.11.2006 14:35 1 |
Habe hier mal eine Anleitung aus einem Board wo sich auf Reparaturen spezialisiert hat konnte leider nicht mit Bildern und allem eingeben da bei mir Html nicht erlaubt ist, aber das sollte so reichen da der beitrag sehr Informativ ist.
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Kurzanleitung:
Handy zerlegen, alle empfindlichen Bauteile entfernen
In Isopropanol legen. (mind. 96%, Apotheke)
Hilfst aber nicht bei Flüssigkeiten mit Kohlenwasserstoffen (Zucker -> z.B. Säfte). In dem fall Ultraschallbad mit destilliertem Wasser und ein paar Spritzer Spüli. Abtropfen und dann in das Isopropanol legen.
Nach mind. 48 stunden Bürsten und Spülen. Mit isopropanol!
Sehr gut trocknen.
Auf der Heizung, mit dem Haarfön...egal.
Mit Polierleinen oder Glasfaserstift alle Kontaktflächen überarbeiten.
Allgemeine Erklärungen:
Nachdem ich in meiner Firma die Methode der Alkohlreinigung mit Erfolg entwickelte, habe ich sie in einem Handy-Board vorgestellt. Daraufhin machten sich dort die fleißigen Leute auf um meinen Vorschlägen auf den Zahn zu fühlen. Mit erstaunlichem Erfolg. Es wurden bereits Unmengen an „tot geglaubten“ Handys wieder zum Leben erweckt.
Darüber hinaus hat sich mittlerweile herausgestellt, dass die Alkohol-Methode, viel mehr Möglichkeiten bietet, als bisher vermutet.
Es muss nicht immer das Handy sein, dass in der Waschmaschine gewaschen worden ist. Das Tragen des Handys in der engen Jeans, insbesondere in heißen Sommertagen (Schweiß!). Das Telefonieren bei Niesel-Regen und anderen feuchten Umgebungen. Staub. Hantieren der Platine bei Beleuchtungsumbau.
All das kann, manchmal erst viel Später, zu Funktionsstörungen führen. Mittlerweile gehört die Alk-Methode (auch tai-chi Methode genannt) zum allerersten Arbeitsgang bei Reparatur von Handys. Egal, welche Fehlerbeschreibung vorliegt.
Beispiel für einen Arbeitsplatz:
1. Hauptwäsche
2. Spülung
3. Alkohol. Mindestens 96%. Ethylalkohol oder Isopropanol aus der Apotheke. 0,5 Liter ca. 4,50€.
4. Polierleinen. 800er. Zum Polieren aller Kontaktierungen.
5. Schulborstenpinsel
6. Kleine Bürste.
7. Selbstklebender Schaumstoff für [COBBA-Tuning]
8. Nokia 3210
9. Unterlage für die Sauerei die Ihr dabei verursacht.
Vorgehensweise:
Allgemeine Infos:
1. Handy fachgerecht öffnen
Bitte auf den dazugehörigen Seiten, zB. Beleuchtungsumbau, sich die dafür nötigen Infos erlesen! Bei Fragen hilft http://www.megamobile.de/ 
2. Alle demontierbaren Teile entfernen. Insbesondere Display usw. Bei Buzzern, Micros und Lautsprechern die aufgelötet sind, kann es anschließend zu Problemen kommen!
3. Platine in Isopropanol 96% oder höher legen Mindestens 24 Stunden. Aber auch mehrere Tage sind kein Problem
4. Platine entnehmen und gründlich Bürsten Benutze dazu einen Schulborstenpinsel oder Ähnlich. Und bitte mit Gefühl!
5. Mit einer Arztspritze besonders unter den geklebten Chips, und anderen unzugänglichen Stellen ausspülen.
Gibt es in der Apotheke. Insbesondere Cobba und Hager. Das sind chips, wo man keine "Beinchen" sieht. Die liegen unterhalb des Chip-Körpers und von daher nur schwer zugänglich.
6. Platine in ein sauberes Iso-Bad legen (Spülung) Das der Dreck richtig entfernt wird. Siehe Bild oben!
7. Gut Trocknen ZB: Auf den Lüftungsschlitzen des eingeschalteten Monitors für mindestens 1 Stunde. Gerne länger.
8. Zusammenbauen und Ausprobieren Wenn es noch nicht 100% Läuft, Schritt 1 bis 8 wiederholen.
9. Evtl. Softwareupdate Leider leidet manchmal auch die Software nach einem Wasserschaden. Da hilft nur update. Dazu benötigt ihr allerdings Flasher und Datenkabel.
10. Wieder zerlegen und Cobba / Hager usw. Polstern
Mehr infos unter "Empfangsprobleme" / "Cobba". Bitte den Cobba usw. auch polstern wenn es noch keine Empfangsprobleme gibt. Vorbeugen ist besser!
Zwei grundsätzliche Fälle sind zu unterscheiden:
1.Handy wird nass, man ignoriert es oder bemerkt es nicht und lässt deshalb sowohl Akku als auch Pufferbatterie(z.B.6210 im Tastaturrahmen) im Handy
in diesem fall ist nicht unbedeutend, welche art von Flüssigkeit ins Handy eingedrungen ist. dazu weiter unten ein paar Bemerkungen...
2. Handy wird nass und man handelt und zwar SOFORT, d.h. Akku und Pufferbatterie raus! Ladekabel raus! Datenkabel raus!
Warum?
Ganz einfach: In elektronischen Baugruppen werden die unterschiedlichsten Metalle verwendet. Legt man zwischen diesen eine elektrische Spannung an und taucht sie in eine leitende Flüssigkeit, besser noch eine Säure, löst sich das so genannte unedlere Metall auf (Elektrolyse, schaut mal in eure Chemiebücher!). Leitungswasser ist also relativ harmlos aber schon Blumenwasser, Spülwasser oder Bier und ganz besonders Cola sind vor allem auf Dauer hoch aggressiv. Im Handy belassen zersetzen sie unter Spannung die extrem feinen Strukturen der Ballgrid-Arrays.
Da das Lötzinn zuerst dran glaubt, gefolgt von den Durchkontaktierungen des Multilayers.
Wenn man schon merkwürdige Dunkelfärbungen von Leiterbahnen an der Oberfläche bemerken kann, hat sich das Kupfer bereits in nicht leitendes Oxid verwandelt...also Spannung weg, heißt vorläufig Entspannung, da der Zersetzungsprozess gebremst aber nicht aufgehalten wird.
Selbstverständlich ist die eigentliche Platine eines Handys in der Regel UNEMPFINDLICH gegen Wasser, Ausnahme stellen Bauteile dar, in denen Wasser hängen bleiben könnte (Spulenkörper, Mikrokapseln, Displays, Lautsprecher und Beeper/Buzzer).
Da Wasser einen Teil unserer Atmosphäre darstellt, ist jedes Bauteil in eínem Handy auch ín Form von Luftfeuchtigkeit mit Wasser in Berührung, d.h. da reagiert zunächst mal nichts, wenn ihr eine ausgebaute Platine am besten mit destilliertem Wasser von Cola oder Salzwasser befreit (und sollte doch irgendein Bauteil durch den einfachen Kontakt mit H2O versagen, so ist es defekt und wäre so beim Endtest im Werk nicht durchgekommen, leider reift so manche Banane beim Kunden), und zwar mit reichlichen Mengen! Es darf nichts von z.B. Cola im Gerät verbleiben, und mit irgendwelchen Kohlenstoffverbindungen (Isopropanol) lässt sich angetrocknetes Bier nicht entfernen!
Elektroniksprühwäsche, z.B. tesanol lektroclean oder Kontakt WL eignen sich eher zum entfernen von Flussmittelresten nach dem löten, ebenso Isopropanol. Wenn natürlich Salatsoße, Terpentin oder Motoröl in euer Handy gelaufen ist, hilft super. Spiritus verdunstet nicht rückstandsfrei und lässt sich genauso beschissen entfernen wie Wasser.
Die auflackierten Streifenleiter der internen Nokiaantennen sind hoch empfindlich gegen Oxidation, auch hier die Kontaktstellen zur Handyplatine checken und evtl. mit Silberleitlack ausbessern.
zum Abschluss noch einmal ALLE teile des Handys auf Feuchtigkeitsrückstände kontrollieren und alles am besten noch mal einen tag total zerlegt auf die Heizung legen.
Aceton greift die meisten Kunststoffe radikal an und ist mit der nadelspitze aufgetragen eher zum kleben von Gehäuseschäden geeignet.
Was nun wenn man es nicht rechtzeitig bemerkt hat?
Lötstellen werden dunkelgrau mit stumpfer Oberfläche. diese ist sehr hart und meist nicht mehr zu löten. Kupferleiterbahnen erscheinen dunkelbraun unter dem grünen Lötstoplack, wenn man versucht den lack wegzukratzen kratzt man das Kupfer gleich mit weg, wo es sonst rotgold glänzen würde.
Besonders tückisch sind die Durchkontaktierungen. hier ist das Kupfer chemisch in die Bohrung aufgebracht und ähnlich empfindlich wie der Leitlack der Antennen. außerdem verbleibt hier aufgrund der Kapillarkräfte wie auch unter den nicht vergossenen Ballgridarrays gerne Feuchtigkeit, leider ein Nachteil der winzigen Strukturen. man erkennt dies an einer Verfärbung in der Bohrung, oft kann man durch diese nicht mehr durchschauen.
solltet ihr unter der Lupe schon derartige Schäden erkennen können, viel spaß....
ich würde dann noch versuchen anhand der Schaltpläne (dank an Brobble) die Unterbrechungen aufzuspüren, aber das ist schon eher Voodoo... durchoxidierte Lötstellen unter einem Ballgridarraychip sind nicht in den griff zu kriegen, wer diese auszulöten vermag, konstruiert sich von vornherein sein eigenes mobile:-)
Eher in den griff zu kriegen sind da versteckte Rückstände, die Feuchtigkeit speichern und/oder nach dem trocknen wieder anziehen und damit Verwirrung stiften können.
Dazu gehören Zucker und vor allem Salz.
Das kriegt man mit den oben beschriebenen mitteln in den griff. hier sind vor allem Nester unter Chips und anderen größeren Bauteilen zu suchen. ach ja, auch die stelle an denen die Leitgummis auf die Displayscheibe treffen ist potenziell gefährdet. Meist oxidiert die geätzte Leiterbahn auf dem glasträger genau an der stelle wo es unter die zweite glasplatte geht. da hilft dann nur ein neues Display.
Dann hab ich was von Kontakt 60 gelesen.
Das ist der Gau. Es enthält säure und fördert die Zersetzung, lest mal was da auf der Flasche steht, "mit großen mengen Kontakt WL entfernen", o.ä.
Zum Ultraschallbad: Bauelemente werden, zumindest nach MIL-spezifikationen erheblichem thermischen, mechanischem und elektrischem stress ausgesetzt.
Vielen Dank an Kaba für diesen Bericht!
Nun Leute ihr könnt auch andere Alkohole nehmen, die einen primären Alkohol darstellen aber nicht Methanol, das zersetzt nachher die Platine das es eine sehr starke säure erzeugt. Nicht gleich Aufgeben! Noch mal reinigen. Die Schirmabdeckungen herunter. Mit einem feinen Borstenpinsel zwischen den Beinchen der Chips gut reinigen. KEINEN QUADRATCENTIMETER auslassen. Dann kann es sein, das Firmware gelitten hat. Dazu ist jedoch das Auslesen des Flashs unerlässlich.
Also dranbleiben!!!
Wasser zerstört eine bestimmte Legierungsart in den Chips. Oftmals kann man einen blumigen Belag auf der Platine sehen (fast wie Schimmel). Das Prob ist, dass diese Korrosion sich weiter frisst. Man kann zwar mit Wasser es beheben, aber der Zerfall geht weiter (Dies ist Ausbildungsgrundlage der Nokia Service Leute) Wer mit Wasser reinigt muss damit rechnen, dass das der Fehler irgendwann wieder kommt. Dann allerdings irreparabel. Der Chemische Prozess der Zerstörung muss von daher Gestoppt werden. Ultraschallschwingen sind ebenfalls zerstörerisch. Sie geben evtl. nicht optimalen Lötstellen und ähnliches den Rest.
Spiritus hat eine andere Molekulare Struktur und verhält sich von daher auch anders.
Die Platinen werden zunächst frei gelegt. Die Abschirmdeckel vorsichtig entfernt. Ein paar Spritzer von dem Alkohol drauf. Ich nehme dann einen Borstenpinsel so wie ihn die Schulanfänger benutzen. Nun wird gefühlvoll gebürstet. In jede Ecke schauen, zwischen den Pins. Nichts auslassen. Lege dann die Platine auf eine Wärmequelle. Z.B Auf den Öffnungen deines Monitors. Fönen ist auch o.k.
Wenn der Flash keinen abbekommen hat. Geht es wieder. eine Möglichkeit ist auch, dass der Akku Tiefentladen wurde durch Kurzschluss. Also Akku immer prüfen!!!
Hatte vor 2 Tagen ein 3310. Wasserschaden eindeutig schon länger her. Schwarze Oxydstellen. Und Überall nur Grün, Grün und nochmals Grün ( Grünspan ohne Ende).
Alleine das Baden in in Isopropanol hat den Grünspann beseitigt. Zusätzlich hat sie alles noch einmal gebürstet. Die schwarzen Stellen mit 800er Polierleinen blank Poliert.
DAS DING Läuft!!!! Super Empfang, Mikro alles funzt. Nur das Display musste erneuert werden. Das war echt hinüber.
Ohne Flasher-Interface werden die Chancen geringer.
Ich habe es schon einige male erlebt, dass nach der Alk-Behandlung das Handy nicht einzuschalten war. Ein BU war aber komischer weise möglich. Im Hexeditor erschien dann große Blöcke mit FFF000 usw.
Es hat also den Anschein, dass ein Wasserschaden die Soft durcheinander bringen kann. Ach ja: CS natürlich auch. Je nach Software Schaden.
Der Begriff Wasserschaden ist Komplexer als du dir womöglich vorstellen kannst. Man kann damit den gleichen Effekt bei Schmutzbehandlung erzielen.
Alkbehandlung also bei: Wasser, Cola, Bier, Schwitzen (Sommer, Enge Jeans). Staub etc. etc. |
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Quelle:WWW.************ 
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