Papa Schlumpf

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Sonntag, 08.01.2006 20:42 1 |
Anbieter bewerten Jugendschutzaspekte sehr unterschiedlich
Nachdem easyMobile vor einiger Zeit mit dem Antrag auf Aufnahme in den "Verhaltenskodex der Mobilfunkanbieter in Deutschland zum Jugendschutz im Mobilfunk" auf sich aufmerksam gemacht hat, haben wir auch bei den anderen Mobilfunk-Discountern angefragt, wie sie es mit dem Jugendschutz halten. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die meisten Unternehmen damit argumentieren, dass ihre Prepaid-Produkte an sich schon relativ sicher und überschaubar sind, weil sie ja nur gestatten, einen bestimmten, vorher aufgeladenen Betrag zu verbrauchen.
Bei den SIM-Karten von easyMobile ist eine Sperrung von 0900-Nummern und Auslandsromaning voreingestellt. Will ein Kunde diese Dienste dennoch nutzen, kann er sie allerdings selbst über die Webseite von easyMobile.de freischalten.
Auch bei den Karten von klarmobil ist eine Sperrung von 0900-Nummern voreingestellt, diese kann nach frühestens drei Monten aufgehoben werden. Auf Wunsch kann man bei Klarmobil auch A uslandsroaming oder Premium-SMS sperren lassen. klarmobil verweist auch auf seine Initiative gegen Jugendkriminalität gorilla-hilft.de, den Jugendschutz könne ja nicht nur der Schutz vor hohen Handyrechnungen sein. Allerdings gehörten Jugendliche laut einer Kundenanalyse von klarmobil kaum zur Zielgruppe des Discountangebots, nur ein sehr geringer Prozentsatz der Kunden seien Minderjährige.
Sperren oder nicht?
Bei Prepaid-Karten von Tchibo ist ebenfalls eine 0900-Sperre voreingestellt, die allerdings auf Wunsch aufgehoben werden kann. Anders sieht das bei simyo, debitel light und Blau.de aus. Diese Anbieter bieten keine 0900- oder Roaming-Sperre. Sie betonen im Gegenteil, dass die Nutzung dieser Möglichkeiten ein wichtiger Bestandteil ihres Angebotes sei. Durch das guthabenbasierte Abrechnungssystem seien die Nutzer ausreichend vor zu hohen Handyrechnungen geschützt. Auch diese Anbieter sagten aus, dass Kinder und Jugendliche nicht die eigentliche Zielgruppe des Angebots seien, Jugendschutz als solcher aber natürlich ernst genommen werde und man sich selbstverständlich hinter den Verhaltenskodex der Mobilfunkanbieter in Deutschland zum Jugendschutz im Mobilfunk stelle.
Der Discounter simply bietet sowohl Zugang zu 0900-Nummern als auch Auslandsroaming an. Bei simply handelt es sich nicht um ein echtes Prepaid-Modell, sondern um einen grundgebührfreien Vertrag mit kurzer Laufzeit - insofern ist die Sperrung dieser Nummern, die auf Wunsch möglich ist, wirklich sinnvoll, weil das Guthaben durchaus in den Minusbereich rutschen kann.
Der Verhaltenskodex wurde von verschiedenen Mobilfunknetzbetreibern und Service Providern entwickelt und im September dieses Jahres in Kraft gesetzt. Die Anbieter bekennen sich darin nachdrücklich zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor entwicklungsgefährdenden und beeinträchtigenden mobilen Informations- und Kommunikationsangeboten.
Quelle: teltarif
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