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Papa Schlumpf

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   Donnerstag, 22.12.2005 19:10 1 


Preiswerte Alternativen zu den Angeboten der etablierten Anbietern

Virtuelle Netzbetreiber, die derzeit auf den deutschen Markt drängen, erregen großes Aufsehen unter den Mobilfunkkunden. Als Tchibo an den Start ging, wurden in den ersten beiden Tagen nach Verkaufsstart über 20 000 Prepaid-Pakete verkauft. Grund für die rege Nachfrage war die Preistransparenz: Wer "tchibofoniert", zahlt einen einheitlichen Minutenpreis von 25 Cent für alle Gespräche ins deutsche Festnetz sowie in alle Mobilfunknetze. Von Tchibo zu Tchibo telefoniert man sogar für nur 5 Cent pro Minute. Das Abrufen der Mailbox ist kostenlos.
Der anfängliche Erfolg von Tchibo ermunterte auch andere branchenfremde Firmen, ebenfalls einen eigenen Mobilfunktarif zusammen mit einem der Netzbetreiber auf den Markt zu bringen. Die nächste Tarifsensation gelang allerdings E-Plus mit seinem Angebot simyo: 19 Cent pro Minute zahlten Kunden mit der Prepaid-Karte, unabhängig davon, in welches Netz sie telefonieren. Dieser Preis ist inzwischen auf 16 Cent pro Minute gesunken. Zudem kann man sich bei der Bestellung aus einem Kontingent an Nummern eine Rufnummer aussuchen.

Immer mehr Angebote

Kurz danach legte auch debitel mit debitel-lightein solches Paket auf: Mit debitel-light telefonierte man ebenfalls für 19 Cent in alle Netze, SMS kosteten 14 Cent pro Nachricht. Auch in diesem Tarif ist der Minutenpreis mittlerweile auf 16 Cent gesunken. debitel-light wird auch als Tarif des Discounters Plus angeboten. Mit Blau.de kam dann ein Anbieter dazu, der mit einem rechnerischen Minutenpreis von 17,9 Cent auf sich aufmerksam machte. Faktisch wurden dabei 19 Cent pro Minute abgerechnet und die Differenz danach wieder auf dem Kundenkonto gutgeschrieben. Mittlerweile werden auch bei diesem Anbieter nur noch 16 Cent berechnet.
Mit easyMobile.de kann man inzwischen schon für 14 Cent pro Minute telefonieren - allerdings ist die Mailbox nicht kostenlos und abgerechnet wird im Minutentakt. Eine SMS kostet 12 Cent. Auch simplytel.de senkte den Preis: Mit dem Prepaid-Tarif kann man derzeit zum Minutenpreis von 14 Cent telefonieren, der SMS-Preis liegt bei 11 Cent pro Nachricht. Auch simply-Kunden, die den Postpaid-Tarif nutzen, profitieren im Rahmen des Best-Tarif-Vergleichs vom 14-Cent-Minutenpreis. Zu diesen beiden Tarifen kann man sogar seine bisherige Mobilfunknummer mitnehmen. Im Rahmen einer Aktion können sowohl easyMobile- und simply-Kunden jeweils untereinander kostenlos telefonieren.
Jetzt hat auch die "Mutter aller Discounter", ALDI, ein Prepaid-Discount-Angebot gestartet: Mit ALDI Talk kann man wie bei Tchibo ab 5 Cent pro Minute telefonieren, allerdings nur zu ALDI-Talk-Kunden. Ansonsten gilt ein Einheitspreis von 15 Cent pro Minute - und das im 60/1-Takt. SMS kosten 15 Cent, ansonsten gelten Konditionen wie bei den anderen E-Plus-Discountern. Details zu diesen Angeboten finden Sie in der Übersichtstabelle unten.

Die Preise auf einen Blick

Prepaid-Tarife eignen sich in der Regel für Leute, die selber wenig telefonieren und hauptsächlich erreichbar sein wollen. Die Einheitstarife der neuen Anbieter sind sicherlich eine preiswerte Alternative zu den Angeboten der etablierten Netzbetreiber und Mobilfunkprovider. Wer einen einfachen, überschaubaren und fairen Prepaid-Tarif sucht, war mit dem Tchibo-Angebot einst gut bedient. Inzwischen hat sich allerdings viel getan, allerdings haben die ganz neuen Angebote mit den günstigen Minutenpreisen auch ihre Nachteile, etwa die ungünstigere Taktung oder die kostenpflichtige Mailbox. Auch bei den einfachen Einheits-Tarifen muss man mittlerweile genauer hinsehen.
In der unten stehenden Tabelle finden Sie die Preise der neuen Angebote auf einen Blick. Die Angebote der vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 finden Sie auf einer weiteren Infoseite. Tipps und Tricks rund um das Thema Prepaid stehen auf unser Ratgeber-Startseite.
Quelle: teltarif
http://www.teltarif.de/i/prepaid-discounter.html Externer Link

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   Donnerstag, 22.12.2005 19:15 2 

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Grundlagen und Begriffe

Prepaid - Was ist das?

Eine Alternative zu den Mobilfunk-Verträgen mit üblicherweise 24 Monaten Mindestlaufzeit sind die so genannten Prepaid-Karten. Dieser aus dem englischen eingedeutschte Begriff beschreibt bereits den größten Unterschied: Die anfallenden Kosten werden nicht wie bei Laufzeitverträgen nachträglich in Rechnung gestellt, sondern bereits beim Kauf vorab bezahlt. Zudem wird keine monatliche Grundgebühr berechnet, woraus sich der größte Vorteil der Prepaid-Telefonie ergibt: Die Kostenkontrolle. Man kann nicht unangenehm von einer hohen Mobilfunk-Rechnung überrascht werden, da man lediglich für den Geldbetrag telefonieren oder sonstige Dienste nutzen kann, den man zuvor eingezahlt hat. Der größte Nachteil gegenüber Laufzeitverträgen besteht darin, dass man als Prepaid-Kunde einige Zusatzdienste oder Serviceleistungen nicht oder nur eingeschränkt nutzen kann. Auch muss man sich mit etwas höheren Gesprächs- und Anschaffungskosten für das Handy selbst abfinden. Damit eignet sich ein Prepaid-Handy besonders dann, wenn man seine Telefonkosten auf einen bestimmten Betrag beschränken möchte bzw. muss, oder wenn man nur selten mobil telefonieren bzw. hauptsächlich erreichbar sein will.

Der Kauf

Prepaidkarten bekommt man in Kombination mit einem einfachen Handy und meist 10 bis 15 Euro Guthaben, das innerhalb eines Jahres ab Kauf genutzt werden kann, schon zu einem Preis ab ca. 70 Euro. Für etwas komfortablere Geräte muss man jedoch 150 bis 200 Euro anlegen: Da sich die Mobilfunk-Provider nicht darauf verlassen können, dass ein Prepaid-Kunde das Gerät regelmäßig nutzt, fällt die Subventionierung hier deutlich geringer aus als bei Laufzeitverträgen, bei denen allein schon durch die monatliche Grundgebühr ein regelmäßiger Mindestumsatz für den Anbieter sichergestellt ist. Lediglich im Rahmen von Aktionen gibt es hin und wieder besonders günstige Handys oder zusätzliches Guthaben für Telefongespräche oder auch für den Versand von SMS-Nachrichten.
Wer bereits ein Handy ohne SIM-Lock besitzt, kann eine Prepaid-Chip-Karte auch einzeln erwerben, die dann in das vorhandene Gerät eingelegt wird. Der einmalige Aufpreis, also die Differenz zwischen Verkaufspreis der Karte und dem Startguthaben beträgt bei den meisten Anbietern ca. 25 Euro und ist damit vergleichbar mit der bei vielen Laufzeitverträgen erhobenen "Anschlussgebühr".
Weitere Kosten entstehen bei Prepaidkarten nur, wenn man nach Verbrauch des Startguthabens weiterhin aktiv telefonieren möchte. Dann kann man mit Guthabenkarten, die man z.B. in Mobilfunk-Geschäften, Elektro-Fachmärkten und an Tankstellen erhält oder auch bequem per Internet sein Guthabenkonto jederzeit wieder "aufladen". Hierzu wählt man mit dem Handy eine vom Netzbetreiber angegebene, kostenfreie Rufnummer und gibt anschließend über die Tastatur die auf dieser Karte abgedruckte bzw. per E-Mail übersandte Codenummer ein. Einige Anbieter ermöglichen auch die Aufladung mittels Eingabe eines so genannten USSD-Codes. Dadurch erspart man sich die Anwahl eines Kontoservers. Auch mittels Überweisung ist es bei vielen Anbietern inzwischen möglich, sein Telefon-Guthaben wieder aufzustocken. In jedem Fall beginnt dadurch ein neuer Gültigkeitszeitraum von zumeist 12 Monaten. Mindestens bis zum Ende dieses Zeitraums bleibt man auch dann mobil erreichbar, wenn das Guthaben aufgebraucht ist, bei einigen Anbietern sogar noch bis zu drei Monate länger. Ist bis dahin jedoch kein neues Guthaben aufgeladen worden, wird die Karte ungültig: Die Rufnummer wird gesperrt und ein eventuelles Restguthaben verfällt.
Tipp: Wenn eine Karte noch nicht lange verfallen ist und man die Rufnummer doch noch "retten" bzw. behalten möchte, kann die Kundenbetreuung des Netzbetreibers oder Providers in einigen Fällen weiterhelfen. Dies geschieht jedoch ausschließlich aus Kulanzbasis. Ein Rechtsanspruch auf die Reaktivierung einer verfallenen Prepaidkarte besteht nicht.
Übrigens: Auch wenn oft damit geworben wird, dass man bei Prepaid-Karten keine Vertragsbindung eingeht, schreibt das deutsche Fernmeldegesetz vor, dass man sich beim Kauf registrieren lassen muss, um einer missbräuchlichen Nutzung vorzubeugen. Daher verlangen praktisch alle Händler die Vorlage von Personalausweis oder Reisepass. Will man eine Prepaid-SIM-Karte (ganz gleich ob mit oder ohne Handy) verschenken oder später verkaufen, sollte der Besitzerwechsel dem Mobilfunk-Provider daher umgehend mitgeteilt werden, da man sonst - als offizieller Eigentümer der Karte - weiterhin für eventuellen Missbrauch zur Verantwortung gezogen werden kann.

Prepaid-Handys: Per SIM-Lock an der Kette

Nahezu alle zusammen mit Prepaid-Karten angebotenen Handys sind mit einem so genannten "SIM-Card-Lock" ausgestattet. Das bedeutet, dass das Mobiltelefon ausschließlich mit der dazugehörigen Prepaid-Karte oder zumindest nur im Netz des Providers, bei dem man Karte und Handy gekauft hat, genutzt werden kann. Dies dient dem "Schutz" des Anbieters, der das Handy in der Regel subventioniert und daher verständlicherweise nicht möchte, dass es für Dienstleistungen seiner Mitbewerber genutzt wird. Nach Ablauf von zwei Jahren kann man diese Sperre kostenlos entfernen lassen, indem man vom Mobilfunk-Provider einen individuellen Freischaltcode anfordert, den man dann über die Tastatur in das Handy eingeben muss. Will man das Gerät schon vorher mit einer anderen Karte nutzen, fallen ca. 100 Euro "Freischaltkosten" an. Kauft man ein Handy gebraucht, sollte man unbedingt sicherstellen, dass diese Sperre bereits entfernt ist: Am einfachsten geht das, indem man seine eigene SIM-Karte in das Gerät einlegt und versucht, ob sich das Handy problemlos Verbindung zu einem Mobilfunknetz aufnehmen kann. Ist dies nicht möglich, z.B. beim Kauf über das Internet, fragt man am besten beim Verkäufer nach und lässt sich bestätigen, dass das angebotene Handy "SIM-Lock-frei" ist.

Entscheidungshilfen: Wer die Wahl hat, hat die Qual

Nicht weniger als insgesamt zehn verschiedene Prepaid-Tarife werden zur Zeit in den vier deutschen Mobilfunk-Netzen angeboten, jeder mit spezifischen Vor- und Nachteilen und auf eine bestimmte Zielgruppen zugeschnitten. Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir Ihnen daher Entscheidungshilfen geben, um den für Sie am besten geeigneten Tarif zu finden. Da sind zunächst einmal natürlich die verschiedenen Preise für mobile Telefongespräche zu nennen. Hierzu haben wir die wichtigsten Kosten übersichtlich in einer Tarif-Tabelle gegenübergestellt. Dabei gehen wir auch auf besondere Leistungsmerkmale der verschiedenen Tarif-Optionen ein und geben Tipps, wo deren spezifischen Vor- und Nachteile liegen.
Es gibt jedoch auch noch andere Auswahlkriterien und Unterschiede im Leistungsumfang, die von Händlern beim Kauf oft nicht genannt werden, jedoch manchmal noch wichtiger bei der Entscheidung für einen bestimmten Anbieter sein können:
Möchten Sie Ihr Prepaid-Handy auch während Ihres Urlaubs im Ausland nutzen? Schreiben Sie gerne SMS oder möchten Sie gerne MMS versenden können?
Was hierbei zu beachten ist und was Sie sonst noch vor der Entscheidung zum Kauf eines Prepaid-Paketes berücksichtigen sollten, erfahren Sie in unseren Prepaid-Tipps.

Prepaidkarten - Tipps zur Kaufentscheidung

Auslands-Roaming, SMS und Allgemeines

Neben den reinen Kosten sollten bei der Wahl des Mobilfunknetzes auch die Service-Leistungen und Zusatzdienste berücksichtigt werden. Auf zwei besonders häufig angefragte Dienstleistungen möchten wie genauer eingehen: Die Benutzung eines Prepaid-Handys im Ausland, das so genannte Roaming sowie auf den Versand von Kurzmitteilungen. Außerdem geben wir Ihnen noch einige allgemeine Tipps, die Sie beim Kauf eines Prepaid-Paketes beachten sollten.
Grundsätzlich gilt: Setzen Sie nicht als selbstverständlich voraus, dass Sie als Prepaid-Kunde alle Leistungsmerkmale nutzen können, die Sie vielleicht von Laufzeitverträgen her kennen, sondern fragen Sie vor dem Kauf lieber ganz konkret beim Händler nach, falls Sie auf einen bestimmten Service Wert legen:

* Lassen sich alle Datendienste wie GPRS, MMS oder Faxversand nutzen?
* Welchen Leistungsumfang bietet die Voicemailbox?
* Bestehen Einschränkungen bei der Nutzung im Ausland?
* Wie schnell erhalte ich Ersatz, falls das Handy defekt ist?

Besonders auffällig sind die Unterschiede gegenüber einem Laufzeitvertrag bei E-Plus, wo der Prepaid-Kunde nicht einmal die eigene Voicemailbox selbst einrichten darf: Ist das Handy nicht im Netz eingebucht oder nimmt man ein Gespräch nicht entgegen, meldet sich automatisch der Anrufbeantworter, ob man das möchte oder nicht. Man kann zwar eine Option wählen, dass der Anrufer nur eine Ansage erhält und keine Nachricht hinterlassen kann, so dass keine Kosten für die Abfrage der Mailbox entstehen, jedoch wird der Anrufer dann trotzdem für die Verbindung zur Kasse gebeten. Auch der Internet-Zugang per GPRS bleibt Free & Easy-Kunden verwehrt und auf erhebliche Einschränkung beim Auslands-Roaming gehen wir weiter unten noch genauer ein.
Fragen Sie nach Möglichkeit auch Freunde und Bekannte, wie sie mit einem bestimmten Mobilfunk-Anbieter zufrieden sind, oder informieren Sie sich in unseren Anbieterforen über Erfahrungen unserer Leser mit den verschiedenen Mobilfunk-Netzen. So kann es z.B. ärgerlich sein, wenn man regelmäßig beim Anruf der Kunden-Hotline, die für Prepaid-Kunden in der Regel kostenpflichtig ist, mehrere Minuten lang in einer Warteschleife gehalten wird, bevor dann eine Ansage darauf hinweist, dass die Leitungen zur Zeit überlastet sind und das Gespräch beendet wird. Auch über die Qualität des Kundenservice bei einem defekten Handy während der Garantiezeit gibt es ganz verschiedene Erfahrungen.

Auslands-Roaming

Auch mit Prepaid-Karten braucht man inzwischen im Ausland nicht mehr auf sein Handy zu verzichten und bleibt damit z.B. auch während des Urlaubs mobil erreichbar. Im Gegensatz zu Laufzeitverträgen bestehen jedoch einige Einschränkungen und Unterschiede. Diese sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Berechnung der Gebühren schon während des Telefonats erfolgen muss, und nicht nachträglich per Rechnung erfolgen kann, wenn dem Netzbetreiber selbst die Abrechnung des ausländischen Mobilfunk-Anbieters vorliegt:

* Mit Prepaid-Karten lässt sich noch in deutlich weniger Ländern mobil telefonieren als mit einem Laufzeitvertrag des gleichen Netzbetreibers. Zwar werden die beliebtesten europäischen Urlaubsländer inzwischen von allen Anbietern abgedeckt, doch während Prepaid-Kunden von T-Mobile, Vodafone und o2 bereits in jeweils knapp 40 Ländern nicht mehr auf ihr Handy verzichten müssen, bietet E-plus derzeit gerade einmal 25 Länder zur Auswahl. CallYa-Kunden bleiben zudem in ca. 120 Ländern mobil erreichbar und können dort zumindest SMS versenden.
* Die Telefongebühren im Ausland sind mit Prepaid-Karten zum Teil erheblich höher. Dies gilt sowohl für abgehende Gespräche (ab ca. 1 Euro bis zu mehr als 3 Euro pro Minute, je nach Land und Anbieter) als auch für ankommende Anrufe, für die der Angerufene die Vermittlungsgebühr ins Ausland (ca.80 Cent bis zu 1,60 Euro) zu bezahlen hat. Informieren Sie sich am besten vorab, wie hoch die Kosten für ein bestimmtes Land sind und deaktivieren Sie eventuell vorab ihre Voicemailbox, um unnötige Kosten zu vermeiden.
* Vergessen Sie nicht, schon vor der Reise ausreichend Guthaben auf Ihr Prepaid-Konto zu laden oder entsprechende Guthaben-Karten mitzunehmen. Zwar haben Xtra- und CallYa-Kunden inzwischen in einigen Ländern auch die Möglichkeit, mit Guthabenkarten der Roaming-Partner ihr Konto wieder aufzustocken, jedoch fallen dafür Gebühren zwischen zwei und fünf Euro an.
Free & Easy-Kunden sollten zudem wissen, dass sich im Ausland die Höhe des Guthabens nicht abfragen lässt.
* In einigen Ländern kann man nicht einfach die gewünschte Rufnummer anwählen, sondern muss die gewünschte Rufnummer mittels einer längeren Eingabe über die Tastatur (GSM-Codes) zunächst an den Netzbetreiber übermitteln, von dem dann ein automatischer Rückruf und eine Weitervermittlung zum gewünschten Teilnehmer erfolgt. Eine Wahl aus dem geräte-internen Telefonbuch ist dann nicht möglich. Informieren Sie sich auf jedem Fall schon vor der Reise, was Sie eventuell tun müssen, um eine Gesprächsverbindung aufzubauen.

Tipp zum Auslandsroaming für "CallYa"-Kunden

Man kann sich von Vodafone für das sogenannte "RoamingPlus" freischalten lassen. Die Abbuchung der im Ausland anfallenden Kosten erfolgt dann nachträglich per Lastschrift vom Bank-Konto. Voraussetzung: Der Kunde muss mindestens 18 Jahre alt und kreditwürdig sein (Schufa-Auskunft). Vorteil für den Kunden: Sein Prepaid-Handy wird im Ausland behandelt, als habe der Kunde einen Laufzeitvertrag. Dadurch fallen alle oben genannten Nachteile weg und die Tarife werden zum Teil erheblich günstiger. Lediglich ankommende Gespräche werden in einigen außereuropäischen Ländern teurer. Zusätzliche Kosten entstehen keine.

SMS und MMS

Hier noch ein paar spezielle Tipps für alle, die gerne Kurzmitteilungen per SMS oder MMS versenden:

* Der Versand von MMS ist für Prepaid-Kunden zur Zeit nur bei den beiden D-Netz-Anbietern T-Mobile und Vodafone möglich. Der Preis beträgt jeweils 0,59 Euro bei einer Datenmenge bis 30 KB und 1,29 Euro für größere Datenmengen bis 100 KB. Da es sich hierbei jedoch um ein so genanntes "Einführungsangebot" handelt, sollte man damit rechnen, dass die Kosten für diesen Service mittelfristig steigen.
* Bei "Xtra One" lässt sich alternativ zur "XtraNummer Eins" die Option "XtraSMS Spaß" wählen: Pro Tag werden dann ab der fünften SMS statt 19 Cent jeweils nur noch 14 Cent für alle weiteren SMS berechnet. Interessant dürfte diese Option jedoch nur dann sein, wenn man regelmäßig sehr viele Kurzmitteilungen verschickt, denn selbst bei 10 SMS täglich beträgt der Rabatt gerade mal 15 Prozent. Bis Ende 2004 hat T-Mobile ein Promotion-Angebot für diese Option. So lange kosten die ersten fünf SMS pro Tag 14 Cent, jede weitere 10 Cent.
* In beiden LOOP-Tarifen gibt es täglich zwischen 18 und 20 Uhr eine eine so genannte "Happy Hour" : In dieser Zeit kostet das Versenden von SMS nur 9 Cent, also weniger als die Hälfte des regulären Preises.
* SMS lassen sich zwar meist auch im Ausland kostenfrei empfangen, falls dieses Leistungsmerkmal im jeweiligen Netz unterstützt wird. Wer jedoch selbst Urlaubsgrüße aus dem Ausland von seinem Prepaid-Handy aus versenden möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dafür nicht der Inlands-Tarif gilt: Bei Xtra kostet der Versand einer SMS im Ausland grundsätzlich 49 Cent, bei LOOP je nach Land zwischen 49 und 99 Cent. CallYa-Kunden bezahlen 49 Cent, wenn das ausländische Netz zum Vodafone-Verbund gehört, sonst 69 Cent pro SMS. - Für Free & Easy-Kunden schließlich ist es zur Zeit generell noch nicht möglich, im Ausland selbst SMS zu versenden.

Generelle Tipps und Entscheidungshilfen

Unabhängig von den Tarifen und Service-Leistungen der einzelnen Anbieter finden Sie hier noch einige allgemeine Hinweise, die man vor dem Kauf eines Prepaid-Handys beachten sollte:

* Mit Ausnahme von "LOOP" gibt es Prepaid-Karten und -Pakete auch von so genannten Service-Providern wie debitel oder mobilcom. Dabei gilt es zu beachten, dass sich zwar die Tarife nicht von denen der Netzbetreiber unterscheiden, es jedoch Unterschiede im Bezug auf Service-Leistungen geben kann. Als Beispiele seien Kosten für die Hotline und deren Erreichbarkeit oder die Konditionen bei der Reparatur eines defekten Handys genannt. Auch ein Abschluß des oben genannten Zusatzvertrags für günstigeres Auslandsroaming mit CallYa-Karten ist bei den Service-Providern nicht möglich.
* Will man häufiger andere Mobilfunkteilnehmer anrufen, sollte man bei der Wahl des Netzbetreibers auch darauf achten, welches Netz Freunde oder Geschäftspartner nutzen, da die Tarife für netzinterne Gespräche oft günstiger als Verbindungen zu fremden Mobilfunk-Netzen sind.
* Während man bei Laufzeitverträgen das Handy-Modell meist frei wählen kann, gibt es in Verbindung mit Prepaid-Karten oft nur einige wenige Modelle zum vergünstigten Preis. Welche das sind, ist von Netzbetreiber zu Netzbetreiber unterschiedlich. Legt man also Wert auf ein bestimmtes Handy-Modell, ist die Auswahl eventuell bereits eingeschränkt.
Quelle: teltarif

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