Wer sehnsüchtig auf ein Walkman-Handy im Folderdesign wartet, den müssen wir heute noch vertrösten. Nach einer beispiellosen Featureschlacht, aus der Sony Ericsson in diesem Jahr mit erhobenem Haupt und spannenden Endgeräten heraustritt, präsentiert das schwedisch-japanische Joint-Venture drei Endgeräte für das Einsteigersegment. Im Gegensatz zu den lärmenden Walkman-Koryphäen W550i, W800i oder W900i schlagen die drei Handys allerdings leisere Töne an.
Foto: Sony Ericsson J220i
J220i, J230i und Z300i werden die Geräte heißen und mit stark vergleichbaren Featuresets ausgerüstet. So verfügt das Barrenhandy J220i wie seine Geschwister über ein 128x128 Pixel großes Farbdisplay mit 65.536 Farben und 32-stimmige polyphone Klingeltöne. Optisch handelt es sich um ein völlig unspektakuläres Prepaid-Modell, das sich in keinster Weise der designtechnischen Erfolgslinie der K- bzw. W-Serie annähert. Man kann allerdings gewisse Ähnlichkeiten mit dem Prepaid-Modell T290i bzw. dem vor drei Jahren aktuellen T310i erkennen, die beide auf eine eher mittelmäßige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Wem das Design des Geräts, das beim Marktstart in den Fabvarianten Smooth Black und Sky Blue erhältlich sein wird, auf Dauer zu langweilig wird, kann dank Style-Up Covern die Oberschalen wechseln - über die entsprechende Verfügbarkeit von Zubehör verlautbarte Sony Ericsson bislang aber noch nichts.
Dafür freut sich der anspruchslose Nutzer über eine integrierte Java-Maschine für Mobile Games, Wap-Push-Funktion zum komfortablen Download selbiger, eine Kalenderfunktion und Aufgabenlisten sowie den MMS-Empfang und -versand bzw. die Personalisierbarkeit mit Themes und Hintergrundbildern.
Foto: Sony Ericsson J230i
Das J230i unterscheidet sich technisch nur geringfügig vom J220i, hat dafür aber vermutlich einen dramatischen Vorteil: Statt MP3- und iTunes-Player kann dieses Gerät auf ein integriertes UKW-Radio zurückgreifen. So lässt sich auch ohne Speicherkarte und aufwändigem Datenübertragungsschnickschnack mobile Musik genießen. Allerdings nur in der Reihenfolge, die die Radiostation vorgibt, denn einen Visual Radio-Client hat Sony Ericsson nicht vorgesehen. Designtechnisch orientiert sich der Hersteller mit dem J230i am Erfolgsmodell T630, versetzt die Tasten zur besseren Erfühlbarkeit - ähnlich wie beim K500i.
Foto: Sony Ericsson Z300i
Auch die GSM-Connectivity ist auf Europa beschränkt: alle Handys funken lediglich auf den Frequenzbändern 900/1800 MHz und sind damit z.B. in Nordamerika nicht zu gebrauchen. Mit etwa 10 Tagen Standby- und 6 Stunden Gesprächszeit machen sie dafür im Alltag vermutlich deutlich seltener schlapp als die vollausgestatteten großen Geschwister. Im Handel sollen J220i und J230i im ersten Quartal 2006 erscheinen, das Z300i könnte noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in die Läden kommen.
Quelle:
AreaMobile
Was man nicht hat kann man nicht vermissen, was man mal hatte vermisst man umso mehr.
MfG
Humunculus