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Dackelz
       
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Dienstag, 07.06.2005 17:44 46 |
und hier nochmal ein schnellrückblick von Insidehandy ,wie es zu dem Debakel kam :
Siemens Mobile: Die Chronik des Abstiegs
Der Verkauf der Handysparte des Münchner Elektronikkonzerns Siemens ist unter Dach und Fach. Doch gerade mal vor einem Jahr sah alles noch ganz anders aus, von Verkauf war damals nicht die Rede. Zwar schrieb man keine berauschenden Zahlen, doch war die Abteilung "Mobilfunk" ein guter Image-Träger. Wie also kam der Stein ins Rollen? inside-handy.de hat die wichtigsten Eckpunkte der schleichenden Verabschiedung von der Handyabteilung noch einmal in einer Zeitleiste zusammengefasst.
11. November 2004:
Die Siemens AG gibt bekannt, dass die Handysparte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 tief in die roten Zahlen gerutscht ist. Grund dafür war neben dem branchenweiten Preisverfall die verspätete Markteinführung der neuen 65er-Serie, die wegen eines Softwarefehlers zurück gerufen werden musste. Der Fehlbetrag lag bei 152 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 27 Millionen Euro ausgewiesen worden war.
12. November 2004:
Siemens-Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger bezeichnet es als unwahrscheinlich, dass die Handysparte im ersten Quartal wieder in die Gewinnzone zurück kehren wird.
29. Dezember 2004:
Der scheidende Siemens-Chef Heinrich von Pierer kündigte an, der Hauptversammlung am 27. Januar ein Konzept für die defizitäre Handysparte vorzulegen. Es würden alle Optionen geprüft - Sanierung, Schließung, Verkauf oder Kooperation mit einem Wettbewerber.
27. Januar 2005:
Siemens gibt bekannt, dass der Handyabsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 zurück gegangen ist. Der operative Verlust lag bei 143 Millionen Euro nach einem Gewinn von 64 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank um 21 Prozent. Pierer verspricht auf der Hauptversammlung eine baldige Entscheidung zur Problemsparte Handy.
28. Januar 2005:
Der neue Siemens-Chef Klaus Kleinfeld kündigt den Umbau des Kommunikationsgeschäfts an. In der größten Konzernsparte, zu der auch die Handy-Produktion zählt, sollen mehr als 1200 Stellen gestrichen werden, 600 davon in Deutschland.
27. April 2005:
Siemens gibt bekannt, dass der Verlust der Handysparte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 bei 138 Millionen Euro lag. Gleichzeitig kündigt Konzernchef Klaus Kleinfeld eine Ausgliederung der Mobilfunksparte an, um eine Kooperation mit externen Partnern zu ermöglichen. Siemens plane, die Mehrheit am Handygeschäft abzugeben. Entscheidungen dazu könnten in Kürze getroffen werden, sagte er.
7. Juni 2005:
Siemens gibt die Übernahme des Mobilfunkgeschäfts durch das taiwanische Elektrounternehmen BenQ bekannt
quelle : inside handy
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Humunculus

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Donnerstag, 09.06.2005 11:37 49 |
Hi,
mir persönlich ist es egal, ob da nun Siemens oder BenQ auf einem Handy steht. Die Hauptsache ist doch, dass das Gerät was taugt. Wenn nicht, die Konkurrenz ist ja groß, da wird sich schon was finden.
Mit Autoradios ist es doch nicht anders. Z.B. Autohersteller wie OPEL oder Ford, werden von verschiedenen Autoradioherstellern beliefert. Optisch unterscheiden die sich in der Regel nicht. Die Details liegen meist in der Technik. So ist es auch bei Handys.
MfG
H.
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Dackelz
       
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Donnerstag, 09.06.2005 14:28 50 |
Gestern schien die Welt noch in Ordnung: Siemens hatte am Montag mit dem taiwanesischen Technik-Konzern BenQ endlich einen "Käufer" für seine defizitäre Handysparte gefunden, die 6.000 Arbeitsplätze der betroffenen Mitarbeiter schienen gesichert und die Börse quittierte den Verkauf mit Kursgewinnen. Darüber hinaus könnte BenQ zusammen mit dem Marktanteil von Siemens auf den vierten Platz der Weltrangliste vorrücken. Auffallendes Design, viele technische Innovationen und schnelles Aufspüren von Branchentrends zeichnen die Asiaten nach Darstellung von Branchenkennern aus.
Nun werden von verschiedenen Seiten jedoch vereinzelt Stimmen laut, die diese Transaktion kritisieren. Besonders kontrovers wird derzeit darüber diskutiert, ob die beiden Unternehmenskulturen überhaupt miteinander vereinbar sind. Während es in Deutschland 30 Urlaubstage, 13 Feiertage und eine Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden gibt, kommt Taiwan auf eine Jahresarbeitszeit von beachtlichen 2.100 Stunden - etwa 450 Stunden mehr als in Deutschland. Daher wird BenQ auch von den deutschen Arbeitnehmern vollen Einsatz erwarten, um das potenzielle Ziel der Weltmarktführerschaft zu erreichen.
Noch viel gravierender dürfte es sich auswirken, dass der taiwanesische Konzern im Handy-Geschäft noch gar keine Deutschland-Strategie hat. An den im internationalen Vergleich relativ teuren Produktionsstandorten in Deutschland dürfte BenQ ohnehin nur ein untergeordnetes Interesse haben. Dennoch ist Benq-Präsident K. Y. Lee zuversichtlich, dass er Siemens Handysparte binnen zwei Jahren in die Gewinnzone zurückführen kann.
Jetzt wurde außerdem bekannt, dass der Verkauf der Handysparte nicht das Ende von Siemens im Mobilfunkmarkt bedeutet. Die im letzten Jahr durch die Zusammenlegung der Festnetz-, Mobilfunk- und Netzwerktechniksparte entstandene Geschäftseinheit Communications wird demnach weiter betrieben. Nachdem die Krise mit der Handysparte ausgestanden ist, sind nun auch andere wenig lukrative Geschäftseinheiten bei Siemens von einer Schließung bedroht.
quelle: areamobile
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Papa Schlumpf

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Samstag, 11.06.2005 15:49 51 |
Nach der Übernahme der Handy-Sparte von Siemens hat KY Lee, der Chef des BenQ-Konzerns mit Hauptsitz in Taiwan, von den Beschäftigten am deutschen Standort Flexibilität gefordert. "Wir erwarten nicht, dass die Deutschen so hart arbeiten wie die Chinesen", sagte Lee dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. "Aber in jedem Fall müssen sie erkennen, dass sich die Handysparte in einer sehr kritischen Lage befindet und dass jeder verlieren wird, wenn wir uns gegen den Wandel sperren."
BenQ übernimmt das verlustreiche Handygeschäft komplett von Siemens und darf die Marke noch fünf Jahre nutzen. Die Arbeitsplätze im Werk in Kamp-Lintfort sind bis Mitte 2006 gesichert. Entsprechende Vereinbarungen, die Siemens mit den Arbeitnehmern getroffen hatte, gelten weiter. "Anschließend werden wir aber offen darüber sprechen müssen, was für alle Seiten am besten ist", sagte Lee.
Der BenQ-Chef machte häufige Managementwechsel für die Probleme in der verlustreichen Siemens-Handysparte verantwortlich. "Daher waren die Entscheidungen nicht stetig. Siemens konnte nicht rechtzeitig auf den sich wandelnden Markt reagieren", sagte er. Die Kosten seien dagegen nicht das größte Übel. Siemens habe allerdings zu stark auf Niedrigpreisprodukte gesetzt. In Hochpreisländern müsse man sich auf Produkte mit hohem Mehrwert konzentrieren. (dpa) / (ll/c't)
Quelle: heise
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Papa Schlumpf

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Montag, 13.06.2005 13:38 52 |
Am Dienstag wurde bekannt, dass sich der taiwanesische Konzern BenQ beim Verkauf von Mobiltelefonen die Marken- und Namensrechte von Siemens für einen Zeitraum von fünf Jahren gesichert hat. Aktuellen Medienberichten zufolge soll BenQ allerdings überhaupt kein Interesse daran haben, den Markennamen beizubehalten bzw. Handys weiterhin mit dem Siemens-Logo in Deutschland zu vertreiben. Allenfalls bis September 2005 werden noch von Siemens gebrandete Handys über den Ladentisch gehen. Danach sollen die ersten Mobiltelefone mit BenQ-Logo oder zumindest mit einem Doppellogo auf dem deutschen Markt erhältlich sein. Letztendlich ging es den Taiwanesen also nicht in erster Linie um die Markenbekanntheit von Siemens, sondern um den Zugang zum deutschen Mobilfunkmarkt sowie zu wesentlichen Patenten bzw. dem im Telekommunikationsgeschäft entscheidenden Technologie-Know-how.
Die neuen BenQ-Geräte werden sich in einer gehobenen Preisklasse ab 200 Euro ansiedeln, da Deutschland nach Ansicht der Taiwanesen ungeeignet ist, um hier Handys für das untere Marktsegment herzustellen. Hierbei klingt erneut die Problematik heraus, die durch die Übernahme der Siemens Handy-Sparte an die Taiwanesen entstanden ist. Nach Ansicht der BenQ-Konzernleitung ist der deutsche Wirtschaftsstandort zu teuer und die Löhne angesichts der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit im Vergleich mit Taiwan zu hoch. Der Chef von BenQ hat die Beschäftigten bereits zu mehr Flexibilität aufgefordert und will über alte Betriebsvereinbarungen neu verhandeln. Dennoch erwartet er nach eigenen Aussagen nicht von den deutschen Arbeitnehmern, dass sie künftig so hart wie die Chinesen arbeiten.
Derweil wurde zudem bekannt, welche schwerwiegenden Fehler der Münchner Konzern in Bezug auf seine defizitäre Handy-Sparte nach Ansicht von BenQ begangen hat. Demnach habe man am Kundenwunsch vorbei gearbeitet, indem falsche Design-Offensiven gestartet wurden (z.B. Xelibri-Modellreihe) und man der Technik immer hinterherhinkte. Außerdem gab es zu lange Entscheidungswege, keine langfristige Strategie und das Management wurde zu oft ausgewechselt.
BENQ S80

Quelle: areamobile
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Papa Schlumpf

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Donnerstag, 16.06.2005 10:33 53 |
Nachdem die Mitbewerber bislang von Kommentaren zur Übernahme von Siemens mobile durch BenQ abgesehen hatten, wagt nun Nokia eine erste Stellungnahme. Dabei ist das unternehmen nicht um einen markanten Spruch verlegen: "Zwei Truthähne ergeben noch lange keinen Adler", so das Unternehmen. Der Kommentar stammt von Nokias Chef der Multimedia-Abteilung, Anssi Vanjoki. Ernst scheint man das neu entstandene Unternehmen nicht zu nehmen.
Was kommt nun aus München?
Es ist klar, dass man nicht auf eine solche Äußerung reagieren sollte, wenn man BenQ heisst. Zumindest nicht verbal. Was das Unternehmen jedoch schnellstens tun sollte, ist eine Reihe von neuen, wirklich wettbewerbsfähigen Handys auf den Markt zu bringen, um Nokia die Stirn zu bieten. Denn was derzeit in den Regalen des Münchner Herstellers liegt, verliert zusehends den Anschluß an den Weltmarkt. Und damit hätte Nokia dann mehr als Recht.
Quelle: the register/insidehandy
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Dackelz
       
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Donnerstag, 16.06.2005 22:00 55 |
Nach dem abgeschlossenen Verkauf des Mobilfunk-Segments an den taiwanesischen Hersteller BenQ, gelangen immer mehr Informationen an die Öffentlichkeit, wie das Unternehmen mit dem ehemaligen Bereich von Siemens verfahren möchte. Und tatsächlich scheinen sich die ersten bösen Erwartungen zu bewahrheiten, denn wie der Chef des Konzerns mitteilte, soll die Produktion in Deutschland von derzeit 40 Prozent auf künftig nur noch 20 Prozent reduziert werden. "Die Produktionskosten sind in Deutschland hoch, deshalb werden wir einen Teil nach Asien verlegen. Ich weiß, dass einige Arbeitnehmer protestieren werden", so BenQ-Chef K.Y. Lee in einem aktuellen Bericht.
Bis einschließlich Juni 2006 ist BenQ noch an die Vereinbarung zwischen dem Siemens-Konzern und den Gewerkschaften gebunden, anschließend könnte der Hersteller weitere Unternehmensteile nach China verlagern. In den Augen verschiedenen Analysten war der Verkauf an einen Underdog aus Asien die einzige Möglichkeit für Siemens, den eigenen Image-Schaden zu minimieren. Denn hätte der Münchener Konzern selbst seine weltweit 6.000 Mitarbeiter entlassen müssen, wäre das Bild ein vollkommen anderes. So konnte sich Siemens mit verhältnismäßig geringen 350 Millionen Euro aus der Affäre ziehen.
Außerdem kündigte BenQ an, dass in diesem Jahr mit etwa 25 Geräten von Siemens sowie 20 eigenen Mobiltelefonen zu rechnen sei, diese sollen sich vor allem im Highend- und Multimedia-Bereich durchsetzen.
quelle: areamobile
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Humunculus

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Donnerstag, 16.06.2005 22:46 56 |
Hi,
letztlich ist es doch egal, wer die Arbeitnehmer entlässt. Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch auf Grund der Art und Weise zurück, weil das Management in der schwierigen Situation die Leute an der Nase herumgeführt hat und noch bis vor kurzem behauptet hat, es würden keine Stellen abgebaut. Obendrein war das Image ohnehin schon stark angekratzt. Schlechter konnte es wohl kaum werden.
MfG
H.
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Dackelz
       
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Dienstag, 21.06.2005 13:45 58 |
IG Metall sagt BenQ den Kampf an
Die Übernahme der Siemens Handyproduktion sorgt in Deutschland für einigen Trubel. Grund dafür: Kuen-Yao Lee, seines Zeichens Vorstandschefs von Benq, hat angekündigt, den Anteil der Siemens-Handyproduktion in Deutschland von 40 auf 20 Prozent zu senken. Die dadurch entstehende Verunsicherung über die Zukunft der Arbeitsplätze des Münchner Handyproduzenten ruf nun die IG Metall auf den Plan. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Die Gewerkschaft sieht sich im Recht, wurde doch erst im Juni 2004 ein Ergänzungstarifvertrag geschlossen, um eine Verlagerung der Fertigung nach Ungarn zu verhindern.
Kündigung laufender Verträge nicht erwünscht
Der Grund für die Aufregung: Würde der Vertrag gekündigt, sänke die Arbeitszeit in den Werken wieder von 40 auf 35 Stunden in der Woche. Außerdem müsste den Mitarbeitern nach dem Flächentarifvertrag wieder Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt werden. Das klingt zunächst einmal gut. Doch könnte dies noch andere, negative Konsequenzen haben. "Wir wollen nicht zulassen, daß sich Siemens einfach verabschieden kann”, sagte Oliver Burkhard, Leiter der IG-Metall-Tarifabteilung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Wir fordern Siemens und später auch Benq zu konkreten und belastbaren Vereinbarungen für die Standorte auf. Die Stimmung an den Standorten ist kämpferisch.” Benq verspiele schon vor dem bis September geplanten Kauf der Handysparte das Vertrauen der Mitarbeiter.
Quelle: FAZ/inside-handy
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Papa Schlumpf

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Donnerstag, 23.06.2005 17:17 60 |
Die Handy-Marke Siemens werde weitere 18 Monate lang bestehen, stellt BenQ-Chef Kuen-Yao Lee im connect-Interview klar.
Auch nach der Übernahme der Mobilfunk-Sparte durch den taiwanesischen Elektronikkonzern BenQ wird es für einen gewissen Zeitraum noch Siemens-Handys geben. Das bestätigten BenQ-Vorstandschef Kuen-Yao Lee und Siemens-Manager Clemens Joos in dieser Woche in einem exklusiven Interview mit dem Telekommunikationsmagazin „connect“. Lee: „Die Marke Siemens wird weitere 18 Monate lang bestehen, nachdem die Partnerschaft greift. Danach ist die richtige Zeit, um Produkte unter einer gemeinsamen Marke auf den Markt zu bringen.“ Zudem werde der Kunden-Service unverändert weiter geführt und kein Management-Wechsel vor Ort stattfinden, so Lee gegenüber „connect“.
Clemens Joos, President Mobile Devices Siemens AG Communications und designierter Spartenchef nach der Übernahme, betont, dass nicht nur die momentan im Markt befindlichen Siemens-Handys die Marke weiterhin tragen werden: „Es wird auch neue Produkte geben, die nach dem 1. Oktober allein unter der Marke Siemens starten. Erst wenn wir unsere Kooperation intensiviert haben und neue Produkte auf den Markt bringen, die unser geplantes neues Marktversprechen einlösen, werden wir diese Produkte unter der neuen gemeinsamen Marke launchen.“
Sowohl Siemens als auch BenQ sind davon überzeugt, sich gut zu ergänzen. In der neu geschaffenen Company setzt man vor allem auf Multimedia-Geräte, bei denen der freie Daten- und Informationsaustausch im Mittelpunkt steht. Derzeit, so Lee, denke man in gemeinsamen Workshops über Mobiltelefone mit digitalem Fernsehempfang (DVB-H) nach. Ebenso werde bald unter der Marke BenQ ein Produkt mit WLAN auf den Markt kommen. Auch die neue Funktechnologie Wimax soll in künftige Produkte integriert werden.
Von „connect“ auf die Vorwürfe angesprochen, das Management von Siemens Mobile hätte in der Vergangenheit versagt, bestätigte Joos, dass Siemens Mobile unter einem zu häufigen Management-Wechsel gelitten habe. Tatsache sei aber auch, dass Siemens Mobile in einer Gesamtstruktur eingebettet war, die nicht zu einhundert Prozent auf das Consumer Business fokussiert ist. „Künftig sind wir nicht mehr so stark in der Freiheit und Beweglichkeit limitiert, in der wir uns aufstellen können“, erläutert Joos gegenüber „connect“.
Zu den Fehlern der Vergangenheit zählt Joos auch eine unscharfe Profilierung der Produkte für die verschiedenen Vertriebskanäle sowie den fehlenden Willen bei Siemens, in Multimedia-Handys der dritten Generation (3G) zu investieren. „Es war auch eine Frage, welche Rolle dieses Geschäft innerhalb des Gesamtkontexts von Siemens Communications spielte. Die Technologie war zwar da, doch wir haben Plattformen entwickelt, die sich anschließend nicht ausreichend amortisieren konnten.“
Was die Arbeitsplätze von Siemens Mobile Phones in Deutschland betrifft, entschärft Joos die Diskussion über einen umfassenden Stellenabbau. Zwar werde man in München „einige Anpassungen bei den allgemeinen Kosten vornehmen müssen“, doch würden dies „keine Einschnitte im großen Stil“ sein.
connect-Pressemitteilung
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