Willkommen zum W595 Testbericht. In diesem möchte ich das W595 näher bringen und werde die Vergleiche mit den Modellen W580i, W760i, W910i nicht scheuen.
TEIL I: Verpackung, Zubehör, Inbetriebnahme, Verarbeitung
Sony Ericsson typisch kommt die bekannte quadratische Verpackung mit Fenster daher. Innen alles wie gehabt, erst das Handy, dann das Zubehör und dann Broschüren, Software, alles schön voneinander getrennt. Zu dem Handy befindet sich folgendes Zubehör in der Verpackung:
Akku BST-33
Ladegerät CST-75
SanDisk Memory Stick Micro 2GB
Headset HPM-64D mit 2 Audioausgängen
USB-Datebnkabel DCU-65
Handbuch
Kurzanleitung
Software-CD PC-Suite
Walkman-Broschüre
SAR-Information
Garantiebestimmungsbroschüre










Nachdem die SIM-Karte, die von mir verwendete 16GB-Speicherkarte und der Akku eingelegt ist, kommt der nicht gerade angenehmste Akkudeckel obendrauf und das Handy ist startklar. Vorher noch ein Wort zum Akkudeckel. Ich finde es wiedermal sehr schade, das der M2-Slot unter dem Akkudeckel ist und nicht am Gerät, wie z.B. beim W910i oder W760i, selbst beim W580i war er am Gerät. Der Akkudeckel ist nicht gerade einfach zu entfernen, somit könnte es einige Probleme geben, wenn man ihn öfter öffnet und schließt, da alles mit vorstehenden Plastikarretierungen versehen ist, die nacheinander einrasten. Insgesamt sitzt der Akkudeckel sehr fest und knarzt bei Druck nur marginal.
Zur allgemeinen Verarbeitung kann ich von vornherein schon mal sagen, das man es vermieden hat, kapitale Produktionsfehler wie beim W580i zu machen. Weder befindet sich über dem Display ein Spalt, noch sind die Tasten brüchig. Das Handy besteht komplett aus Plastik und es liegt mit seinen stolzen 104g satt in der Hand, die "Schwere" ist dem Handy anzumerken. Zum Vergleich: Das W910i wiegt 86g, das W760i 103g(liegt aber nicht so schwer in der Hand) und der Vorgänger des W595, das W580i wiegt 94g.
Auf dem ersten Blick wirkt alles sauber verarbeitet, aber beim genauen Hinsehen, kommen die typischen Slider-Krankheiten zum Vorschein. Im geschlossenen Zustand kann man durch den Slider durchschauen, auch wenn das schlimmer klingt, als es das ist. Hier und da merkt man bei genauem Hinsehen auch deutlich, das nicht alles da ist, wo es sein soll, wie z.B. beim W760i, allerdings sind das keine Gründe, von einem Kauf abzusehen. Das TFT-Display mit der Auflösung 320x240(QVGA) ist knackig wie immer, hell und bietet kräftige Farben (262k). Über dem Display befindet sich KEINE Videokamera, der kleine Punkt dienst als Helligkeitssensor, der auch brav seine Arbeit tut, wie er es soll. Das Display selbst ist diesesmal unter dem Plastik eingelassen, nicht wie dem W580i auf gleicher Ebene.
Unter dem Display befindet sich das bekannte D-Pad mit den bekannten Funktionstasten. Hier war ich am Anfang richtig böse enttäuscht. Der Druckpunkt war so gut wie gar nicht zu fühlen, sehr schwammig. Beim schnellen Navigieren durch das Menü oder beim spielen, was u.U. auch mal schnellere Bewegungen erfordert rutschte ich ständig auf die umliegenden Tasten, was auf Dauer schon sehr nervig ist. Aber es gibt Hoffnung. Nach 2 Tagen kehrt bei oft benutzten Tasten wie "runter" und der Bestätigungstaste Besserung ein. Bei diesen beiden Tasten ist der Druckpunkt nun deutlich und klar zu spüren.
Ganz anders präsentiert sich hier die Nummerntastatur mit ihren 12 Tasten. Sehr angenehmer und klarer Druckpunkt, welcher auch für Vielschreiber geeignet ist. Bemängelt werden könnte bei der Nummerntastatur aber die Ausleuchtung der unteren beiden Zeilen, denn diese ist so gut wie nicht vorhanden, was mich allerdings nicht stört.
Rechts von der Nummerntastatur ist das Mikrofon. Nachdem einige ja schon vermutet hatten, das man nur im offenen Zustand telefonieren könne, kann ich hier beruhigend darauf hinweisen, das im geschlossenen Zustand an der Seite eine Einkerbung vorhanden ist, welche dem Mikrofon "Platz" verschafft. Die Gesprächspartner verstanden mich alle ohne Nachfragen, auch die Freisprecheinrichtung ist laut und deutlich zu verstehen. Auf die Lautsprecher selbst gehe ich später aber nochmal genauer ein.
Der Slider selbst arbeitet sauber und schnappt angenehm auf und zu. Es ist möglich, wenns auch nicht wichtig ist in der 789er-Reihe den Slider mittig offenstehen zu lassen. Dies ist der Punkt, wo der Slider auf-und zuschnappt. Im offenen Zustand ist ein deutliches wackeln zu spüren, sowohl horizontal als auch vertikal, es liegt aber im akzeptablen Bereich. Im geschlossenen Zustand ist dieses wackeln nicht der Rede wert.
Links vom Gerät befindet sich lediglich der Fastport und eine kleine Einkerbung zum öffnen des Akkudeckels, auf der rechten Seite befinden sich die Walkman-Taste und darüber die Lautstärketasten. Eine Kamerataste fehlt leider. Das ist auch insofern schade, da das Handy zum fotografieren quer gehalten wird, ausgelöst wird mit der Bestätigentaste.
Oben und unten vom Gerät befinden sich 2 Lautsprecher um einen Stereoeffekt zu erzeugen. Ich darf behaupten, das diese eine absolute Stärke des Handys darstellen. Man kommt hier zwar nicht an die Lautstärke des W550i heran, aber laut ist es trotzdem und das ohne verzerren bei höheren Lautstärken. Es kann davon ausgegangen werden, das Sony Ericsson in kommenden Firmware-Updates die Lautstärke noch anheben wird. Näheres zu den Lautsprechern im Kapitel Musik.
RANGLISTE VERARBEITUNG:
1. W760i 90/100
2. W910i 87/100
3. W595 86/100
4. W580i 84/100
Im 2. Teil geht es um Menüstruktur & Funktionen, im 3. Teil um Musik & Kamera und im 4. Teil um das Fazit(mit Benchmarks)!