Die Software
Wer schon andere aktuelle Handys von Sony Ericsson in der Hand hatte, wird sich auch in Hazels Bedienkonzept sehr schnell zurecht finden: navigiert mit drei Softkeys der typischen Menüstruktur der neueren A2-Geräte.
Hazels Standby-Bildschirm wirkt ebenso sofort vertraut, aber hier haben sich Details verändert: im Standby können nicht nur Animationen als Hintergrundbild genutzt werden, sondern auch eine überschaubare Palette an sogenannten „Widgets” ist vorhanden.
Die Grafikfehler sind beim Erstellen der Screenshots entstanden und sind auf dem Display selbstverständlich nicht sichtbar.
So lassen sich auf dem Standby-Bildschirm die kommenden Termine anzeigen, Kontakt zu den Social Networks Facebook, MySpace und Twitter aufbauen sowie der Schrittzähler „WalkMate Eco” nutzen. Das Aktivieren der Widgets dauert unter Umständen mehrere Sekunden, ohne dass sich das Display verändert. Bereits erwähnte junge Dame war nicht geduldig genug dafür, drückte die Aktivieren-Taste mehrfach und brachte Hazel dadurch zum Absturz.
Hat man die gewünschten Anwendungen aber unfallfrei aktiviert, wird eine dieser aktivierten Widgets dann permanent auf dem Bildschirm gezeigt. Drückt man im Standby die Nach-oben-Taste, kann zwischen den aktivierten Anwendungen umschalten oder die Anwendungen komplett auf den Bildschirm holen.
WalkMate Eco zeigt die Anzahl der heute gelaufenen Schritte und wie viel CO2 dadurch eingespart wurde, weil man nicht das Auto genutzt hat. Vergrößert man die Ansicht, wird auch die vergangene Woche angezeigt.
Das Twitter-Widget zeigt die neuesten 20 Tweets der Timeline, die sich alle acht Sekunden abwechseln. Wird die Anwendung vergrößert, kann man selbst direkt aus dem Standby-Menü heraus einen Tweet verfassen - allerdings ohne T9 und in nur einer Zeile. Dafür sind direkt die Integration des eigenen Standorts möglich sowie die Integration eines Fotos via TwitPic. Einen größeren Funktionsumfang bietet die Twitter-Anwendung, die aus dem Optionen-Menü des Widgets gestartet wird. Favoriten, Direktnachrichten usw. sind mit der eingebauten Anwendung möglich.
Facebook und MySpace habe ich nicht getestet, weil ich dort keine Accounts besitze.
Geschmackssache sind die etwas blassen Icons des Hauptmenüs, wenn kein Flash-Menü benutzt wird. Die Menüpunkte sind erwartungsgemäß (v.l.o.n.r.u.): PlayNow, Internet, Unterhaltung, Kamera, Nachrichten, Medien, Ortsbezogene Dienste, Kontakte, Kalender, Anrufe, Organizer und Einstellungen. Wie auch bei anderen Modellen nach dem C902 kann die Menüansicht auf Drehen und Einzelsymbol umgestellt werden.
PlayNow und der Internetbrowser NetFront sorgen für keinerlei Überraschungen. Bei mehr Interesse sei ein dieser Stelle an andere Testberichte auf SE-World verwiesen.
Ebenso wenig Aufregung erzeugt das Unterhaltungs-Menü mit Radio, TrackID, PlayNow, Java-Spielen, dem einfachen Soundrecorder und der Demo-Tour.
Der Kamera widmen wir uns weiter unten im Test in eine separaten Teil.
Das Nachrichtenmenü ist auf Höhe der Zeit mit anderen Modellen von Sony Ericsson, bietet SMS-Konversationen, einen einfachen E-Mail-Client und Facebook-Integration.
Im Bereich Medien kann Hazel wie aktuelle Walkman-Modelle glänzen und ermöglicht einen ansprechenden Zugriff auf Fotos, Musik, Videos, Spiele und RSS-Feeds.
Die Foto-Funktionalität der Medien beschränkt sich nicht auf das Fotoalbum, sondern Fotos können auch via FotoFix nachbearbeitet oder direkt in soziale Netzwerke hochgeladen werden. Internetalben bei Picasa, Blogger oder Flickr sind ebenso bereits integriert.
Die Musikfunktion wird optisch aufgewertet durch „Styles”, die auch schon durch andere Modelle bekannt geworden sind, die bspw. während der Wiedergabe eine animierte Musikcassette oder ein Tonbandgerät anzeigt.
Die ortsbezogenen Dienste enthalten wie andere GPS-Modelle von Sony Ericsson unter anderem Google Maps 3, die Navigationssoftware Wisepilot und den Tracker.
Leider handelt es sich bei Tracker nicht um die ausgereifte und umfangreiche Version wie beispielsweise im C905, sondern um eine Java-Anwendung, die nur Basisfunktionalität bietet. So ist unter anderem das Exportieren der erfassten Tracks nicht möglich, um sie mit anderen Programmen tiefer gehend zu analysieren. Dafür sind andere Anwendungen wie TrekBuddy geeignet. Tracker bleibt damit eine kleine Spielerei, die ungenau misst und sich dank GPS massiv auf den Akku schlägt und daher vermutlich nicht von vielen benutzt wird.
Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende, CC-BY-SA
Wahrscheinlich bietet man den Export der GPS-Daten auf den PC nirgendwo an, um dem Käufer die Enttäuschung über den GPS-Empfänger zu ersparen, der zwar zur Straßennavigation taugt, aber nicht zum genauen Erfassen von Geodaten. Wer also mit dem Gedanken spielt, Hazel für OpenStreetMap oder zum Geocachen zu nutzen, wird sehr enttäuscht und sollte lieber zu einer Bluetooth-GPS-Maus greifen.

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Die Kontakte, Kalender- und Anrufe-Funktionen sind die gleichen soliden Standardlösung wie in anderen Modellen von Sony Ericsson, worüber an dieser Stelle nicht zu viele Worte verloren werden müssen.
Im Organizer-Menü finden sich Alarme, Anwendungen, Datei-Manager, Dateiübertragung, Aufgaben, Notizen, Media Home, Videoanruf, Synchronisierung, Timer, Stoppuhr, Taschenlampe und Rechner.
Dem Hazel werden einige Anwendungen mitgeliefert, die von sinnvollen Programmen bis zu Spielereien reichen. Vorinstalliert sind unter anderem ein YouTube-Client sowie mehre Öko-Spiele und -Rechner. Der Barcode-Scanner NeoReader hat beim Test an deutschen Produktverpackungen leider nicht funktioniert.
Im Einstellungsmenü hat sich Sony Ericsson mittlerweile wieder vom Tab-Layout verabschiedet. Stattdessen finden sich alle Einstellungsmenüs übersichtlich untereinander aufgelistet. Außerdem findet sich hier das Hilfe-Menü, das das gedruckte Handbuch ersetzen soll.
Neue Elemente haben Einzug in die Firmware erhalten, wie beispielsweise eine Antivirus-Software, dafür sind andere Möglichkeiten weggefallen. So ist es unter anderem nicht mehr möglich, die Konfiguration der Uhrengröße im Standby zu ändern.
Insgesamt überrascht die Software wenig, aber da es sich ohnehin um das solide System von Sony Ericsson handelt, ist es besser, dass keine zu großen Veränderungen vorgenommen wurden. So bleibt alles an seinem Platz und Sony Ericsson bleibt mit Kleinigkeiten wie der Integration von Social Networks auf der Höhe der Zeit.