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grisu59964

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Mittwoch, 26. Mai 2010, 14:39

Großer Testbericht zum Sony Ericsson Hazel

Sony Ericsson hat ein weiteres Modell aus seiner umweltbewussten „Green Heart”-Serie auf den Markt gebracht: Hazel (engl. Haselnuss). Ob es nicht nur gut für das Gewissen ist, sondern auch mit seinen inneren Werten punkten kann, soll unser Testbericht zeigen.



Ausstattungshighlights

Hazel hat alles an Bord, was man von einem aktuellen Mobiltelefon der Mittelklasse erwarten kann. Neben einem QVGA-Display (240x320 Pixel) besitzt das Handy eine Digitalkamera mit Autofokus, 5 Megapixeln und LED-Licht. Außerdem sind UMTS/HSPA, WLAN und GPS verfügbar. Laut Sony Ericsson ist das Handy spritzwassergeschützt - eine Tortur wie für das C702 wollten wir diesem Handy ersparen :)

Lieferumfang und erster Eindruck

Da es sich beim Hazel wie erwähnt um ein „Green Heart”-Modell handelt, kommt das Handy in einer kompakten Packung und mit kleinem Lieferumfang: dem Testgerät lag ein Akku des Typs BST-43 (1000 mAh) und das Standard-Stereo-Headset HPM-60 bei sowie ein „Green Heart”-Ladegerät, das auf den Namen EP300 hört und dem CST-70 sehr ähnlich ist. Ansonsten liegen nur noch wenige dünne Heftchen mit wichtigen Informationen und SAR-Daten. Ein Handbuch oder eine Treiber-CD liegen nicht bei.



Das Headset dürfte Besitzern von Cyber-shot-Geräten bekannt sein, ist nicht überragend und kann mit richtigen Musikheadsets kaum mithalten. Ob im Ladegerät wirklich ein grünes Herz schlägt und ob es wirklich weniger Strom verbraucht, lässt sich von außen schlecht beurteilen. Auf jeden Fall empfiehlt Hazel wie andere A2-Geräte das Entfernen des Ladegeräts aus der Steckdose, wenn es nicht benötigt wird.



Insbesondere in der Farbvariante „passionate rouge” ist Hazel ein echter Hingucker. Das Handy lag auf meinem Schreibtisch – erste Reaktion einer jungen Frau beim Betreten des Raums: „Cool! Was ist das denn für ein Handy?!” Das rote Hazel ist also nichts für graue Mäuse. Die schwarze Variante ist da schon deutlich dezenter.
In puncto Gehäusegröße und Gewicht fällt Hazel nicht besonders auf. Im Vergleich zum C510 (silbern, links) und zum Aino (schwarz, mittig) sind Breite und Höhe ähnlich, lediglich die Displaygröße unterscheidet sich deutlich, da beim Aino keine Tasten am oberen Sliderteil vorhanden sind und das C510 auf der Fläche alle Tasten unterbringen muss, da es sich nicht um einen Slider handelt.



Die Tasten des Hazel sind größer als die des Aino, auch wenn im aufgeschobenen Zustand das Aino deutlich mehr Fläche einnimmt. Ainos Display ist aber zweifelsohne eindrucksvoller und besser für Videos geeignet.



In Hinsicht auf die Gehäusedicke sind Aino und Hazel wieder vergleichbar. Hazel wirkt trotzdem durch das kleinere Display sehr wuchtig und kann entsprechend auch nicht mit der Eleganz des C510 oder noch flacherer Handys mithalten.

Der genauere Blick aufs Äußere

Das Gehäuse ist größtenteils aus mattem Kunststoff gefertigt. Deshalb hinterlässt es beim Anfassen keinen besonders hochwertigen Eindruck, ist aber auch nicht so anfällig auf Fingerabdrücke wie Hochglanzgeräte wie das Satio. Der Rahmen um das Display ist aus lackiertem Metall und fühlt sich daher viel hochwertiger an. Allerdings ist der Rahmen sicherlich kein Bereich, den man so häufig anfasst, sodass er eher der Stabilität des oberen Sliderteils dient und im Winter beim Telefonieren tendenziell für kalte Ohren sorgen kann.
An den meisten Stellen wirkt Hazel auch gut verarbeitet. Beim Testgerät wackelt der Slider kein bisschen und ein Knarzen ist nur am unteren Ende der Rückseite zu hören – hier ist der Kunststoff der Rückabdeckung offenbar zu dünn und biegt sich unter Druck weg.



Im zugeschobenen Zustand dominiert das QVGA-Display die Front. Im unteren Viertel befinden sich wie bei Sony Ericsson typisch die Softkeys, Navigationstasten, ein Shortcut-Knopf, die C-Taste sowie die Tasten zum Beginnen und Beenden des Gesprächs. Alle Tasten haben einen spürbaren Druckpunkt und lassen sich auch mit großen Fingern gut bedienen. Was den Eindruck etwas trübt, ist das leise schmatzende Geräusch, wenn man die Navitasten nur leicht drückt, ohne sie auszulösen.



Der untere Teil des Sliders mit den Zahlentasten ist sicherlich nicht das Beste, was derzeit der Markt zu bieten hat, aber bedienbar sind die Tasten durchaus. Gerade bei Zahlentasten wäre ein knackiger Druckpunkt wünschenswert. Wie auch bei den Tasten am oberen Teil des Sliders ist der Druckpunkt spürbar, aber lässt nicht den Wunsch aufkommen, sofort massenhaft Kurznachrichten zu verfassen. Letzteres funktionierte aber unfallfrei. Mit schlimmen Gedanken im Hinterkopf an die viel zu weit unten angebrachten Zahlen des Aino, sind die Zahlentasten des Hazel durchaus akzeptabel.
Schade ist für Blindtipper, dass die Tasten nicht besser voneinander getrennt sind. So muss man auf Routine beim Tippen hoffen, dass sich der Finger die Position der Tasten merkt.



Die Beleuchtung der Tasten ist ausreichend und auch nachts lesbar.



Auf der Rückseite aus geriffeltem dünnen Kunststoff befinden sich der Lautsprecher, die Kamera sowie ein einfaches LED-Licht. Dank der geschwungenen Gehäuseform ist der Lautsprecher auch dann noch hörbar, wenn das Gerät richtig herum auf dem Tisch liegt. Etwas schade ist, dass Sony Ericsson dem Hazel keine Kameraabdeckung spendiert hat, die für den einen oder anderen wirklich wichtig ist, damit die Kamera im Alltag nicht zerkratzt.



An der rechten Gehäuseseite sind die Lautstärketasten angebracht sowie die zweistufige Auslösetaste der Kamera. Die linke Gehäuseseite beherbergt nur den Fastport-Systemanschluss. Da stellt sich die Frage, warum Sony Ericsson im Jahr 2010 noch ein Handy auf den Markt bringt, das mit Fastport ausgestattet ist: Wäre es nicht sinnvoller und mehr im Sinne des „Green Heart”-Gedanken gewesen, einen Micro-USB-Anschluss zu verbauen und ganz auf ein Ladegerät zu verzichten? So hätte man nicht mit jedem Hazel auch noch ein weiteres Ladegerät auszuliefern, das in naher Zukunft mit neuen Modellen nicht mehr kompatibel sein wird, weil alle Handys auf Micro-USB umgestellt wurden. Schade, dass hier nicht konsequenter gedacht wurde.

Insgesamt hinterlassen die äußeren Werte einen eher positiven Eindruck, auch wenn der „Anfassen-wollen-Faktor” anderer hochwertigerer Geräte bspw. aus Metall nicht erreicht wird.



Die obere Seite enthält keine Knöpfe, aber eine Befestigungsmöglichkeit für Trageschlaufen oder Handyanhänger. Die Rückabdeckung wird an einem kleinen Schlitz an der Unterseite des Geräts abgezogen.



Hinter der Rückabdeckung befindet sich das Akkufach, das den Einlegeschlitz für die SIM-Karte verdeckt. Eine microSD- oder microSDHC-Karte kann im oberen Teil eingelegt werden. Es befand sich beim Testgerät jedoch keine Speicherkarte im Lieferumfang.
Bauen wir das Gerät zusammen und schauen wir uns an, was Hazel softwaremäßig zu bieten hat!

grisu59964 @ SE-world: *26.06.06 ✝05.02.12
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grisu59964

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Mittwoch, 26. Mai 2010, 15:26

Die Software

Wer schon andere aktuelle Handys von Sony Ericsson in der Hand hatte, wird sich auch in Hazels Bedienkonzept sehr schnell zurecht finden: navigiert mit drei Softkeys der typischen Menüstruktur der neueren A2-Geräte.



Hazels Standby-Bildschirm wirkt ebenso sofort vertraut, aber hier haben sich Details verändert: im Standby können nicht nur Animationen als Hintergrundbild genutzt werden, sondern auch eine überschaubare Palette an sogenannten „Widgets” ist vorhanden.


Die Grafikfehler sind beim Erstellen der Screenshots entstanden und sind auf dem Display selbstverständlich nicht sichtbar.

So lassen sich auf dem Standby-Bildschirm die kommenden Termine anzeigen, Kontakt zu den Social Networks Facebook, MySpace und Twitter aufbauen sowie der Schrittzähler „WalkMate Eco” nutzen. Das Aktivieren der Widgets dauert unter Umständen mehrere Sekunden, ohne dass sich das Display verändert. Bereits erwähnte junge Dame war nicht geduldig genug dafür, drückte die Aktivieren-Taste mehrfach und brachte Hazel dadurch zum Absturz.
Hat man die gewünschten Anwendungen aber unfallfrei aktiviert, wird eine dieser aktivierten Widgets dann permanent auf dem Bildschirm gezeigt. Drückt man im Standby die Nach-oben-Taste, kann zwischen den aktivierten Anwendungen umschalten oder die Anwendungen komplett auf den Bildschirm holen.
WalkMate Eco zeigt die Anzahl der heute gelaufenen Schritte und wie viel CO2 dadurch eingespart wurde, weil man nicht das Auto genutzt hat. Vergrößert man die Ansicht, wird auch die vergangene Woche angezeigt.
Das Twitter-Widget zeigt die neuesten 20 Tweets der Timeline, die sich alle acht Sekunden abwechseln. Wird die Anwendung vergrößert, kann man selbst direkt aus dem Standby-Menü heraus einen Tweet verfassen - allerdings ohne T9 und in nur einer Zeile. Dafür sind direkt die Integration des eigenen Standorts möglich sowie die Integration eines Fotos via TwitPic. Einen größeren Funktionsumfang bietet die Twitter-Anwendung, die aus dem Optionen-Menü des Widgets gestartet wird. Favoriten, Direktnachrichten usw. sind mit der eingebauten Anwendung möglich.
Facebook und MySpace habe ich nicht getestet, weil ich dort keine Accounts besitze.



Geschmackssache sind die etwas blassen Icons des Hauptmenüs, wenn kein Flash-Menü benutzt wird. Die Menüpunkte sind erwartungsgemäß (v.l.o.n.r.u.): PlayNow, Internet, Unterhaltung, Kamera, Nachrichten, Medien, Ortsbezogene Dienste, Kontakte, Kalender, Anrufe, Organizer und Einstellungen. Wie auch bei anderen Modellen nach dem C902 kann die Menüansicht auf Drehen und Einzelsymbol umgestellt werden.



PlayNow und der Internetbrowser NetFront sorgen für keinerlei Überraschungen. Bei mehr Interesse sei ein dieser Stelle an andere Testberichte auf SE-World verwiesen.



Ebenso wenig Aufregung erzeugt das Unterhaltungs-Menü mit Radio, TrackID, PlayNow, Java-Spielen, dem einfachen Soundrecorder und der Demo-Tour.

Der Kamera widmen wir uns weiter unten im Test in eine separaten Teil.



Das Nachrichtenmenü ist auf Höhe der Zeit mit anderen Modellen von Sony Ericsson, bietet SMS-Konversationen, einen einfachen E-Mail-Client und Facebook-Integration.



Im Bereich Medien kann Hazel wie aktuelle Walkman-Modelle glänzen und ermöglicht einen ansprechenden Zugriff auf Fotos, Musik, Videos, Spiele und RSS-Feeds.



Die Foto-Funktionalität der Medien beschränkt sich nicht auf das Fotoalbum, sondern Fotos können auch via FotoFix nachbearbeitet oder direkt in soziale Netzwerke hochgeladen werden. Internetalben bei Picasa, Blogger oder Flickr sind ebenso bereits integriert.



Die Musikfunktion wird optisch aufgewertet durch „Styles”, die auch schon durch andere Modelle bekannt geworden sind, die bspw. während der Wiedergabe eine animierte Musikcassette oder ein Tonbandgerät anzeigt.





Die ortsbezogenen Dienste enthalten wie andere GPS-Modelle von Sony Ericsson unter anderem Google Maps 3, die Navigationssoftware Wisepilot und den Tracker.



Leider handelt es sich bei Tracker nicht um die ausgereifte und umfangreiche Version wie beispielsweise im C905, sondern um eine Java-Anwendung, die nur Basisfunktionalität bietet. So ist unter anderem das Exportieren der erfassten Tracks nicht möglich, um sie mit anderen Programmen tiefer gehend zu analysieren. Dafür sind andere Anwendungen wie TrekBuddy geeignet. Tracker bleibt damit eine kleine Spielerei, die ungenau misst und sich dank GPS massiv auf den Akku schlägt und daher vermutlich nicht von vielen benutzt wird.


Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende, CC-BY-SA

Wahrscheinlich bietet man den Export der GPS-Daten auf den PC nirgendwo an, um dem Käufer die Enttäuschung über den GPS-Empfänger zu ersparen, der zwar zur Straßennavigation taugt, aber nicht zum genauen Erfassen von Geodaten. Wer also mit dem Gedanken spielt, Hazel für OpenStreetMap oder zum Geocachen zu nutzen, wird sehr enttäuscht und sollte lieber zu einer Bluetooth-GPS-Maus greifen.

[

Die Kontakte, Kalender- und Anrufe-Funktionen sind die gleichen soliden Standardlösung wie in anderen Modellen von Sony Ericsson, worüber an dieser Stelle nicht zu viele Worte verloren werden müssen.



Im Organizer-Menü finden sich Alarme, Anwendungen, Datei-Manager, Dateiübertragung, Aufgaben, Notizen, Media Home, Videoanruf, Synchronisierung, Timer, Stoppuhr, Taschenlampe und Rechner.



Dem Hazel werden einige Anwendungen mitgeliefert, die von sinnvollen Programmen bis zu Spielereien reichen. Vorinstalliert sind unter anderem ein YouTube-Client sowie mehre Öko-Spiele und -Rechner. Der Barcode-Scanner NeoReader hat beim Test an deutschen Produktverpackungen leider nicht funktioniert.



Im Einstellungsmenü hat sich Sony Ericsson mittlerweile wieder vom Tab-Layout verabschiedet. Stattdessen finden sich alle Einstellungsmenüs übersichtlich untereinander aufgelistet. Außerdem findet sich hier das Hilfe-Menü, das das gedruckte Handbuch ersetzen soll.
Neue Elemente haben Einzug in die Firmware erhalten, wie beispielsweise eine Antivirus-Software, dafür sind andere Möglichkeiten weggefallen. So ist es unter anderem nicht mehr möglich, die Konfiguration der Uhrengröße im Standby zu ändern.

Insgesamt überrascht die Software wenig, aber da es sich ohnehin um das solide System von Sony Ericsson handelt, ist es besser, dass keine zu großen Veränderungen vorgenommen wurden. So bleibt alles an seinem Platz und Sony Ericsson bleibt mit Kleinigkeiten wie der Integration von Social Networks auf der Höhe der Zeit.
grisu59964 @ SE-world: *26.06.06 ✝05.02.12
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grisu59964

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Mittwoch, 26. Mai 2010, 16:55

Die Kamera

Auch wenn das Hazel nicht als Cyber-shot deklariert ist und keine Ansprüche erhebt, eine ausgewachsene Digitalkamera zu sein, ist die Qualität der Kamera doch nicht ganz unwichtig. Wenigstens für Schnappschüsse sollte die Kamera reichen. Wir gehen einen Schritt weiter und vergleichen Hazels Kamera mit Sony Ericssons 12-MP-Bolliden Satio und dem Cyber-shot-Einsteigergerät C510 mit einer 3-MP-Autofokus-Kamera. Natürlich ist dieser Vergleich nicht fair und dient nur der Verdeutlichung, welche Ergebnisse in bestimmten Szenen möglich sind.

Test 1: Landschaftsaufnahme


(Hazel / Satio / C510)

Die Landschaftsaufnahme von Hazel bietet viele Details, neigt aber zum Beispiel auf der Wiese in der Bildmitte zu verrauschten Flächen, während hier die Kamera des Satio deutlich besser abschneidet. Das Cyber-shot-Handy C510 wird hier deutlich auf die Plätze verwiesen. Das Bild ist sehr verrauscht und nicht einmal die Konturen der Satellitenschüssel im Vordergrund sind klar erkennbar.


(Hazel / Satio / C510)

Hazel erlaubt wie die meisten Handys von Sony Ericsson die Nutzung des Digitalzooms nur in VGA-Auflösung, wodurch sinnloses Interpolieren vermieden wird. Die Bildqualität leidet somit nicht, jedoch gehen mehr Details verloren als notwendig, während das Satio auch 5-MP-Fotos mit Zoom erlaubt.

Test 2: Makro-Aufnahmen


(Hazel / Satio)


(Hazel / Satio)

Bei Makro-Aufnahmen bei guten Lichtverhältnissen können sowohl Hazel als auch Satio mit vielen Details und wenig Bildrauschen überzeugen. Die Kontraste sind bei Hazels Fotos sogar noch besser als beim Satio.

Test 3: Aufnahmen in Dunkelheit

Begeben wir uns in einen dunklen Kellerraum. Hier stehen Testfotos im Nachtmodus und mit Blitz an.


(Hazel / Satio)

Im Nachtmodus sind durch lange Belichtung noch Details der Bettdecke sichtbar, während das Bildrauschen bei beiden Handys stark ist.


(Hazel / Satio)

Der Blitz verbessert die Situation, jedoch wird hier deutlich, dass Hazel nur über eine einfache LED verfügt, während das Satio mit einem Xenon-Blitz ausgestattet ist. Die Ausleuchtung beschränkt sich bei Hazel auf einen kleinen Bereich. Die gegenüberliegenden Wände werden vom Blitz kaum angestrahlt.


(Hazel / Satio)

Nahaufnahmen im Nachtmodus sehen weder vom Hazel noch vom Satio gut aus. Einerseits stört das extreme Bildrauschen, andererseits funktioniert der Autofokus im Nachtmodus nicht, sodass die Bilder unscharf werden.


(Hazel / Satio)

Der Blitz bring Licht ins Dunkel und der Autofokus tut auch wieder seinen Dienst: Details sind bei beiden Handys sichtbar. Hazel produziert leider ausgefranste Kanten und der schwache Blitz wirkt sich deutlich aus.


(Hazel / Satio / C510)

Noch eine eindrucksvolle Demonstration des Blitzes der drei Geräte. Hier wurde versucht, die gegenüberliegende Wand (ca. 3 bis 4 Meter entfernt) zu fotografieren. Hazel beleuchtet einen kleinen Ausschnitt, sodass das Bild sichtbar, aber ohne Details bleibt. Das C510 versagt unter diesen Extrembedingungen allerdings komplett; auf dem Foto ist praktisch nichts erkennbar.

Fazit des Kamera-Tests
Hazels Kamera ist eine typische Handy-Schnappschusskamera. Unter guten Lichtverhältnissen sind die Fotos auch für kleine Abzüge brauchbar. Viele Details gehen jedoch im Bildrauschen verloren. Wer jedoch nur ab und zu einen Schnappschuss machen will, ist auch mit Hazels Kamera gut bedient.
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Mittwoch, 26. Mai 2010, 17:23

Fazit, Empfehlung
Hazel hinterlässt einen etwas durchwachsenen Eindruck. Für die meisten Anwender wird die Ausstattung sicherlich ausreichen. Mit GPS und WLAN bietet Hazel zeitgemäße Funktionen. Die Software ist solide und bis auf den einen Absturz wegen Ungeduld waren dort keine Schwachstellen erkennbar. Wie andere SE-Handys sind die Organizer-Funktionen und alle weiteren Möglichkeiten für den Alltag vollkommen ausreichend. Schön, dass Sony Ericsson auch im Bereich Social Networking weiterdenkt und es zentral in die Software integriert.
Schade, dass Hazel haptisch nicht so recht zu überzeugen weiß. Es ist ein relativ großes und schweres Gerät, dessen Kunststoffoberfläche nicht sehr hochwertig wirkt. Behält man im Hinterkopf, dass es sich um Recyclingkunststoff handelt, kann man das vielleicht auch verzeihen. Auf jeden Fall ist das Handy groß genug für große Hände und die sinnvolle Tastenanordnung war sofort eingängig. So sind keine Bedienungsprobleme zu erwarten.
Die Digitalkamera geht über die Fähigkeiten von Billighandys hinaus. Sie ersetzt zwar keine Kompaktkamera, wird aber kleinen Ansprüchen genügen, wenn die Lichtverhältnisse passen.

Sony Ericsson bringt mit Hazel ein modernes Öko-Gerät, das in keinem Bereich große Schwächen zeigt und somit auf dem Markt sicherlich seinen Platz finden wird.

Verpackung und Lieferumfang: Sehr kompakte Verpackung, aber äußerst spartanischer Lieferumfang. Kein Datenkabel und keine guten Kopfhörer.
Verarbeitung & Design: Groß und mächtig, aber dank der geschwungenen Kurven und der Designdetails doch elegant. Kein wackelnder Slider.
Sprachqualität und Empfang: Klar und deutlich verständlich, keinerlei Aussetzer
Display: QVGA-Auflösung, gut ablesbar, 16 Mio. Farben
Kamera: 5 Megapixel, schwaches LED-Fotolicht, kein optischer Zoom
Bedienung und Menüführung: SE-Typisch, flüssig, viele kleine Details, auf dem Stand der Zeit
Connectivity: Bluetooth, USB 2.0, GPS, WLAN, kein Infrarot
Komfort: ein echter Hingucker, sicher zu bedienen, haptisch etwas billig

Gesamt: gutes Allround-Gerät, das sich in keinem Bereich große Schwächen leistet.

Von mir also eine eingeschränkte Kaufempfehlung. Probiert es aus, ob euch Hazel in der Hand gefällt. Als günstiges Zweithandy wäre es für mich persönlich weit vorne mit dabei.

Ich hoffe, ihr hattet Spaß am Testbericht zum Hazel.
Besonderer Dank geht an dieser Stelle noch einmal an Sony Ericsson für die Bereitstellung des Testgerätes.

Gruß
grisu59964

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grisu59964 @ SE-world: *26.06.06 ✝05.02.12
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Montag, 28. Juni 2010, 16:43

Nachtrag: wer sich für die Bluetooth-Funktionalität von Hazel im Detail interessiert, sei hier noch auf das Bluetooth-Profil hingewiesen, das mit sdptool von unserem Mitglied paprika27 erstellt wurde. Danke dafür!
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