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Samstag, 20. Juni 2009, 13:30

W995 - Großer Testbericht mit vielen Fotos

Sony Ericsson W995 - Großer Testbericht - Teil I


Einführung, Lieferumfang, Fotos vom Gerät, Größenvergleich, Ersteindruck

Die Kamera des W995, Sony Ericssons neuster Multimediamaschine, beherbergt mit 8,1 MP zum ersten Mal die gleiche Auflösung wie das beliebte Cybershot-Modell C905. Die Maße lehnen sich mit 97x49x15 Millimetern an die des W705 an und das Gerät ist mit 113 Gramm immer noch als leichtgewichtig zu bezeichnen. Slider-Oberteil und Akkudeckel bestehen aus gebürstetem Alu, dadurch ist das etwas höhere Gewicht gegenüber dem W705 zu erklären, hier liegt aber auch das Plus: es kam hochwertigeres Material zum Einsatz, was sich natürlich in der noch beim W705 bemängelten Verarbeitung positiv niederschlagen soll. Ein 2,6" großes Display ist ebenso verbaut wie GPS, der Datenturbo HSDPA, W-LAN, ein Lagesensor + satte 8GB Speicher, um nur die Highlights zu nennen. Mehr geht also kaum.


Die Lieferung des schlankes Sliders erfolgt in einem farbenfrohen Karton


Nach dem Öffnen dürfen wir zum ersten Mal einen Blick auf das W995 (unser Testmodell hat die Farbe "Progressive Black") werfen:


geöffneter Karton mit Blick auf das W995


Unter dem Gerät bzw. dessen Zwischenkartonage, quasi dem doppelten Boden befindet sich der übrige Lieferumfang, bestehend aus Folgendem:

  • dem W995
  • Headset HPM-77 inkl. Fastport ---> 3,5mm Klinke-Adapter + 3 verschiedene Ohraufsätze
  • Akku BST-38 (930mAh)
  • Ladegerät CST-75
  • Eine Speicherkarte vom Typ M2, 8 GB (bereits im Speicherkarteneinschub befindlich)
  • USB ---> Fastport-Anschlusskabel DCU-65
  • CD-ROM mit den nötigen Treibern bzw. der PC suite + Media Manager für die Konnektivität
  • Diverse Bedienungsanleitungen + Beiblätter

kompletter Lieferumfang


Unser Datenblatt beherbergt die übrigen technischen Daten.



Zum Gerät selbst:

Hier eine Fotostrecke:




schräge Frontansicht, Draufsicht + Lautsprecher


Kopfseite mit 3,5mm Klinkenanschluss + Lautsprecher


linke Seite mit Walkman-Taste + Fastport-Anschluss


rechte Seite mit Walkman-Funktionstasten, Kamera/Videotaste + laut<-->leiser/ Zoomtasten


Rückseite


Rückseite geöffnet, eingesetzter Akku + Simkarte


Speicherkarteneinschub


Slider ausgezogen1


Slider ausgezogen 2


Aufsteller 1



Aufsteller 2


Hier noch ein aufschlussreicher Größenvergleich










Der erste Eindruck ist durchweg positiv, das Telefon liegt gut in der Hand, wirkt auf den ersten Blick (durch das schwarze finnish noch verstärkt) sofort edel und wertig. Das liegt natürlich zum Einen an der tatsächlich hochwertigen Verarbeitung, zum Anderen am für die Größe des Gerätes relativ hohen Eigengewicht. Diese 2 Dinge fallen zusammen mit dem 2,6" großen, auf dem im zusammen geschobenen Zustand riesig wirkenden Display als erstes auf. Der neu entwickelte Akkudeckelverschluss wirkt ebenso stabil wie der Deckel selbst. Gab es hier im W705-Testbericht nach ein paar Testwochen noch Anlass zur Kritik, wurde an dieser Stelle deutlich nachgebessert. Der chromfarbene "Aufstellmechanismus" wird zunächst nach oben geklappt und ein kurzes Schieben mit dem Fingernagel öffnet die Rückseite des Gerätes. Die Speicherkarte befindet sich bereits im Einschub und birgt satte 8GB Platz in sich. Unterschiedliche "Farbnuancen", die bei einigen Usern des Geräts Anlass zur Kritik gaben, konnte ich nicht nachvollziehen und stören das Design überhaupt nicht, jedenfalls nicht bei dieser Farbvariante.

Das Einsetzen der Sim-Karte (auch hier wurde nachgebessert) und des Akkus sind kinderleicht. Gerade bei Besitzern, die die Simkarte häufig wechseln, dürfte hier Freude aufkommen.

Die Anordnung der Tasten auf dem Gerät ist durchdacht. Keine eng beieinander liegenden Drücker bedeutet keine Gefahr, mehrere davon gleichzeitig zu erwischen, was bei solch kleinen Geräten nicht nur bei schlanken Frauenhänden passieren kann..

Die Zifferntastatur, die nach Ausziehen des Sliders zum Vorschein kommt, hätte druckpunkttechnisch vom Gefühl her etwas robuster ausfallen dürfen. Die Ziffern sind zwar auch hier durch ihre klare Trennung sehr gut zu erwischen, aber hier muss wieder einmal das in diesem Zusammenhang neu kreierte Wort "schwammig", wenn auch nur leicht, herhalten.

Der Slider sitzt deutlich strammer als beim W705 und dürfte in der gleichen Liga wie beim C905 "spielen". Hier wackelt kaum etwas, hier hat man keinen Grund zur Sorge, keinen Anlass zur Kritik. Wirklichen Aufschluss kann auch hier wiederum natürlich nur ein Langzeittest geben.

Die schwarze Farbvariante und die Rückseite wirken wie magnetisch auf Staub, da drängt sich ein immer bei sich geführtes Microfasertuch oder gleich eine solche Tasche nahezu auf.

Das große Display macht sofort nach dem Einschalten Spaß. Wie es nach dem Einschalten weitergeht, erfahrt Ihr im nächsten Teil.
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wishbone

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Samstag, 20. Juni 2009, 21:36

Teil 2 - Inbetriebnahme, Menüaufbau, GPS, Anwendungen, Spiele + W-Lan

Nach dem schon beschriebenen Einsetzen des Akkus und dem Einschalten des Gerätes und der kurzen Einrichtroutine zeigt sich zum erstem Mal der Standbybildschirm:



Das "zerbrochene Ei" ist der Rest der Animation (rotierendes Walkmanlogo, welches der Screenshot in dieser Form eingefangen hat), diese ist zwar hübsch anzuschauen, kann auf Dauer jedoch auch nerven. Wenn dies der Fall sein sollte --> einfach abschalten.

Das Hauptmenü:



und dessen Unterpunkte:



















Neu ist eine Bedienungsanleitung direkt auf dem Handy:



Widmen wir uns einigen Anwendungen. Schauen wir uns die Unterpunkte an:



Im bereits erwähnten Testbericht zum W705 Teil 2 wird bereits auf einige dieser Programme eingegangen. Die auf dem W995 zusätzlichen wären:

Music Mate 5:

Zitat

Die Anwendung ist ein musikalischer Tausendsassa und unterstützt dich mit Bewegungssensor, Beats, Gitarre, Keyboard und Funktionen zum Stimmen deiner Gitarre. Mit der Anwendung können neue Inhalte heruntergeladen werden. Quelle



Music Quiz:

Zitat

Bei Music Quiz geht es darum, Musiktitel anhand einer kurzen Sequenz erkennen zu können. Unterstützt werden mehrere Spieler und Spielmodi. Quelle



Sound Sensor:

Der Sound Sensor Wallpaper scheint nicht mehr als eine Lichtorgel zu sein, die mittels Mikrofon auf Umgebungsgeräusche reagiert und diese grafisch darstellt (falls sich noch mehr dahinter verbirgt, belehrt mich bitte eines Besseren)



Voice Transformer:

Auf diese Anwendung gehen wir etwas näher ein, weil sie äußerst interessant ist und viel Spaß bringt. Das könnte ein neuer Partykracher werden. Das Funktionsprinzip ist recht einfach. Es wird eine kurze Aufnahme gemacht, die dann mit diversen Effekten versehen und direkt wiedergegeben und auch abgespeichert werden kann. Wer seine Stimme z.B. mal "rückwärts" oder "als Roboter" braucht, hat genau das richtige gefunden:





Insgesamt kann die Neuausgabe der aufgenommenen Sounddatei über folgende Effekte erfolgen:

1. kein Effekt 2. Roboter 3. Rückwärts 4. Aufgeregt 5. Ruhig 6. Schnellsprecher 7.Betrunken 8.Intonation umkehren

"Roboter", "Rückwärts" + "Betrunken" habe ich einmal für Euch "simuliert" und hochgeladen.

Originaltext: "wishbone für SE-World, Testbericht" (Rückwärts klingt plötzlich ein wenig wie eine Mischung aus dänisch+japanisch), Viel Spaß:

wishbone als Roboter
wishbone spricht rückwärts
wishbone scheint betrunken

Ein kurzweiliger Spaß, bei dem lustige Effekte erzielt werden können.


Wayfinder Navigator
:

Der im W995 verbaute aGPS-Chip hilft dabei, schnell seine momentane Position zu finden, etwa über die Zusatzsoftware Google Maps. Dabei werden aber Daten übertragen, so dass sich generell eine Datenflatrate empfiehlt, zumal in der Wayfinder Navigator keine Zusatzkarten mitbringt und diese eben aus dem Internet nachgeladen werden müssten. Wer dennoch interessiert ist, eine Datenflat hat und sich für die 90-Tage andauernde Testphase interessiert, kann sich ja vorab hier einlesen. Es gibt zudem die Möglichkeit, den Wayfinder Maploader zu installieren, der Karten über die heimische Internetleitung vom PC auf das Handy übermittelt.

Es handelt sich also bei der vorinstallierten Navigationsmöglichkeit um eine reine Offboard-Lösung,.

Es gibt aber noch eine andere Alternative, das GPS effektiv zu nutzen, das ist die Tracker-Funktion. Mit diesem können ambitionierte Sportler Trainingsanalysen erstellen und Routen aufzeichnen. Die können ausgewertet und gespeichert werden.

Das GPS funktioniert auch in der Jackentasche und ermittelt die Position äußerst schnell:



Die Organizer Funktion ist SE-typisch ausgereift und hervorragend ausgestattet, hier mangelt es an nichts, hier als Beispiel die Kalender/Timer Funktion:



Das erfreulich flüssig laufende Menü birgt noch so manche Einstellmöglichkeit wie Drehen oder Einzelsymbol im Hauptmenü und diverse Designeinstellmöglichkeiten







Spiele:

Bowling, Bubble Town, Diamond Island, Guitar Rock Tour, Nitro Street Racing, Playman Extreme Running und Real Football 2008 sind die vorinstallierten Spiele. Einige, wie z.B. Bowling nutzen den Bewegungssensor, um z.B. der Kugel einen Seitendrall zu verpassen:

Bowling:



Diamond Island:













Playman Extreme Running:

Ein Jump'N'Run der besseren Art, abwechslungsreich und motivierend, aus dem Hause Gameloft:





Real Football 2008 (ebenfalls von Gameloft)

Ein Kickerspiel mit vielen Einstellungsmöglichkeiten, guter Grafik und leichter Steuerung, auch ein Erfolgserlebnis lässt hier nicht lange auf sich warten. Leider fehlen die offiziellen Lizenzen, so dass die Spielernamen etwas gewöhnungsbedürftig sind.







W-Lan:

Wird die WI-FI Funktion aktiviert, ist es ein Leichtes, sich mit dem gewünschten HotSpot zu verbinden und kostenfrei weiterzusurfen:



Da macht es auch gleich Sinn, einmal den Youtube Clienten zu testen:



In Teil 3 geht es um die Kamera- und Videofunktion des W995
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Sonntag, 21. Juni 2009, 18:01

Teil III - Kamera- und Videofunktionen

Das W995 spielt, was die technischen Daten angeht, zum ersten mal bei einem Handy der Walkman-Reihe in der gleichen Liga wie das C905, dem derzeit besten Fotohandy, mit dem es sich diesbezüglich auch messen lassen muss. Kann die Kamera einem ausgewiesenen Cybershotmodell auch nur annähernd das Wasser reichen ?

Abteilung Kamera


An Ausstattung jedenfalls mangelt es nicht. Lächelerkennung, Autofokus, Geotagging, ein Bildstabilisator und eben die umworbenen 8 Megapixel sind wohl besonders hervorzuheben. Lediglich ein echter Xenon-Blitz fehlt.

Die Auslöseverzögerung ist mit geschätzten 2,5 Sekunden recht lang geraten, die Auslösetaste selbst hat einen sehr festen Druckpunkt, an den man sich zunächst gewöhnen muss.

Ein Überblick über die Einstellungsmöglichkeiten:




Die Fotos, die mit dem W995 entstanden sind, sind durchweg unbearbeitet, die Originale verbergen sich hinter den kleineren Vorschaubildern.

1. Fotoserie, bei sehr guten Lichtverhältnissen,teilweise idealem Lichteinfall

bedeckter Himmel

leichtes Gegenlicht, Sonne

Licht/Schattenverhältnisse bei spätem Sonnenlicht


Nahaufnahme Automatik ohne Makro

leichter Seitenlichteinfall


optimalste Lichtverhältnisse

stärkster Gegenlichteinfall

hoher Licht/Schattenkontrast

Fokus auf das Schild

Nahaufnahme, Automatikeinstellung

Nahaufnahme unter perfekten Lichtverhältnissen


2. Fotoserie, Nahaufnahmen im Innenraum

aktivierter Makromodus


deaktivierter Makromodus


3. Fotoserie, schlechtere Lichtverhältnisse

Man sieht deutlich, dass, wenn die Lichtverhältnisse nicht mehr ideal sind, die Fotoqualität extrem stark in den Keller geht, was auch der Kritikpunkt ist. Bis z.B. mal eine Innenraumaufnahme einigermaßen scharf ist, bedarf es schon einiger Versuche (siehe Foto unten).

Innenraumaufnahme


bedeckter Himmel + Gegenlicht


bedeckter Himmel



stark bewölkter Himmel


Hier ein Foto im nicht ganz dunklen Raum unter Zuhilfenahme der Fotoleuchte:

dunkler Innenraum, Fotoleuchte



Zu welch wirklich schönen Fotos das W995 in der Lage ist, beweist diese Makroaufnahme:

Makroaufnahme



Videomodus:

Dieser erlaubt lediglich Auflösungen von schmalen 320x240 Pixeln, was für auch nur einigermaßen ansprechende Videos nachwievor deutlich zu wenig ist. Die Aufnahmedauer wird nur durch die Größe der Speicherkarte begrenzt und der Betrachtungsmodus läuft absolut ruckelfrei.

Einstellungsmöglichkeiten:




Hier eine kurze Videosequenz, die mit dem W995 aufgenommen wurde:



Kurzfazit:

Die 8,1 MP Kamera des W995 schlägt sich wirklich gut, bei gutem Lichteinfall sind sogar Topp-Fotos möglich. Wird das Licht auch nur ansatzweise schwächer, schwächelt die Kamera gleich mit, dies war, um ehrlich zu sein, aber auch nicht anders zu erwarten.

Videomodi in dieser bescheidenen Auflösung bleiben nichts weiter als ein nettes Gimmick.

Im nächsten Teil wird der Walkman-Player auf Herz und Nieren geprüft.
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Montag, 22. Juni 2009, 17:26

Teil IV - Der Walkmanplayer

Um Musik auf die 8GB große Speicherkarte von seinem PC zu übertragen, sollte man das beiliegende Datenkabel benutzen. Bis die Karte gefüllt ist, kann es schon einmal eine Weile dauern. Auch, bis sich alle "Medien aktualisiert" haben, ist Geduld nötig.

Ist es aber soweit, bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten,den integrierten Walkman-Player zu öffnen:

1. Über den linken Softkey --> Medien/ Musik :

Das Medienmenü


2. Die Walkman-Taste auf der linken Geräteseite, die ausreichend groß gestaltet ist und somit ein Wiederauffinden leicht macht, bringt uns ebenfalls direkt in den Musikplayer und damit unmittelbar an die zuletzt gewählte Musikstelle zurück.


Walkman-Taste


3. Die auf der rechten Seite befindliche Play/Pause Taste führt ebenfalls zum zuletzt gespielten Musikstück und somit in den Player (in minimierter Form), ist kein Headset angeschlossen, wird der Sound nach Bestätigung der Nachfrage direkt auf sie Lautsprecher umgeschaltet (dazu später mehr). Unschwer zu erkennen sind die daneben liegenden Skip-Tasten, um schnell zum nächsten oder zurückliegenden Titel zu gelangen. Die daneben platzierten laut/leiser Drücker jedoch hätten durchaus mehr als nur eine Spur größer ausfallen dürfen. Diese sind schwer zu ertasten und "fummelig" zu bedienen.

Play/Pause, Skip und laut/leiser Tasten


4. Möglichkeit: Über das Hauptmenü und den entsprechenden Menüpunkt "Walkman":

Hauptmenü mit Walkman-Logo


Befinden wir uns im Medienplayer, bieten uns die orange beleuchteten beiden Softkeys und die runde Play/Pause Taste in der Mitte weitere Steuerungsmöglichkeiten.

Play/Pause und 2 beleuchtete Softkeys


Das W995 wird, wie eingangs bereits erwähnt, zusammen mit dem HPM-77 ausgeliefert, welches mithilfe des Fastport-->Klinkenadapters eben an den Fastport-Anschluss gedockt wird. Nun bietet uns das W995 erstmals auch einen reinen 3,5mm Klinkenanschluss auf der Kopfseite des Gerätes, wodrüber sich besonders diejenigen freuen dürfen, die die Soundqualität mit einem Kopfhörer ihrer Wahl noch steigern möchten. Sie können dann nämlich auf den Adapter verzichten oder man genießt die Musik zu zweit, denn die Tonausgabe erfolgt über beide Anschlussstellen gleichzeitig.

Das angeschlossene Headset HPM-77


2 Personen-Stück ?


Doch schauen wir noch einmal, welche Möglichkeiten uns der Musikspieler bietet:





Haben wir uns entschieden, schaut das Ganze Im Betrieb dann so aus:


Der übersichtlich gestaltete Player





Folgende Optionsmöglichkeiten werden geboten:


Optionen im Walkman-Player


Optionen und Info


selbst erstelle Playlist


Sind die Daten mit sog. ID3-Tags versehen, werden, wie bei allen neuen SE-Modellen, gerade bei denen aus der Walkman-Serie mittlerweile selbstverständlich, z.B. auch die Cover angezeigt. Weitere Unterteilungen in Alben, Titel, Playlists, Genre, Jahr oder Hörbuch gibt es ebenfalls. Mit dem beiliegendem Media Manager können Stimmungsinfos zum Telefon übertragen werden, Unter der Bezeichnung Senseme gibt es dann eine Art emotionales Stimmungsfeld, was die Musik in bestimmte Kategorien einsortiert und grafisch darstellt.

Das Feature Shake Control ist auch wieder mit an Bord, über dessen Sinn oder Unsinn sich vortrefflich streiten lässt. Mit etwas Übung gelingt es auch, die gewünschte Funktion zu bekommen.

Jede der 3 Möglichkeiten setzt immer gleichzeitiges Drücken der schon erwähnten Walkman-Taste voraus:



1. Ein Schlenker aus dem Handgelenk nach links --> voriger Titel. Nach rechts wird entsprechend der nächste Titel angewählt
2. Ein Schütteln während der Musikwiedergabe mischt die Titel, es findet also eine Zufallswiedergabe statt
3. Ein "Beugen" bei ausgestrecktem Arm während der Wiedergabe in Richtung "sich selbst" erhöht die Lautstärke, eine Bewegung in entgegengesetzter Richtung verringert sie entsprechend.

Das Radio

Ein FM Radio ist ebenso mit von der Party, es bietet Stereoklang, RDS + automatische Senderspeicherung:

Radio auf Empfang


Ein Blick auf die Optionen:



Der Radioeempfang wird durch das angeschlossene Headset ermöglicht, welches im Betrieb als Antenne dient. In diesem ist auch der Musikerkennungsdienst Track-ID integriert, welcher während des Radiobetriebs das gespielte Musikstück auf Anhieb erkannte:



Musik erkannt


Das PlayNow Portal bietet direkt die Möglichkeit, diesen Titel käuflich zu erwerben.

Klangbeurteilung

Um zur Überzeugung zu kommen, dass die Paarung W995 + HPM-77 über jeden Zweifel erhaben ist, braucht man kein ausgewiesener Fachmann in Sachen Audioqualität zu sein, denn wie nicht anders zu erwarten, spielt Sony Ericsson hier wieder einmal gekonnt seine Stärken aus. Bereits ohne Einstell- und Spielerei-Möglichkeiten tritt der "Aha-Effekt" schon mit dem ersten Ton ein. Satte Bässe, klare Höhen und lebendige Mitten unterstreichen den Musikgenuss. Bei Unzufriedenheiten oder, anders ausgedrückt, um den Klang auf seine persönlichen Bedürfnisse zurecht zuschneiden, kann man auch auf etliche Equalizer-Presets zurückgreifen oder, noch individueller, eine manuelle Einstellung vornehmen:

Hier die EQ-Presetübersicht:











Uns wird auch verraten, auf welche Frequenzbereiche in der manuellen Einstellung zurückgegriffen wird, nämlich der Bassbereich (Clear-Bass), 400Hz, 1kHz, 2.5 kHz, 6.3 kHz + 16kHz, es handelt sich also um einen 6-Band Equalizer. Es gibt 3 Schritte, um den jeweiligen Bereich anzuheben oder entsprechend abzusenken:

manueller Equalizer



Da sich ja 2 Kopfhörer direkt anschließen lassen, lässt sich ein direkter Vergleich anstellen. Das beiliegende HPM-77 lässt wie bereits erwähnt kaum Wünsche offen. Wer möchte, kann mit noch höherwertigeren Ohrhörern die Qualität zwar nochmals anheben, macht aber bei dieser Gerätezusammensetzung für den Musikfreund nur wenig Sinn. Die Kombination passt einwandfrei zueinander.

Ein Wort zu den verbauten Stereo-Lautsprechern. Wichtig ist dabei, nicht bereits bei niedrigen Lautstärken zum Zerren zu neigen, eine Aufgabe, die den meisten Handylautsprechern immer wieder schwer fällt. Nicht beim W995, deren Töner in einem Handy wirklich ansprechend klingen. Von einer wirklichen Basswiedergabe können wir zwar kaum sprechen, aber ein mittiger, verzerrungsfreier Sound ist gegeben, auch wenn es etwas lauter wird. Es sind jeweils auf der Ober- als auch auf der Unterseite Lautsprecher verbaut, um den nötigen Stereoeffekt zu erzielen, was in der Praxis auch gut funktioniert.

Hier macht der Aufsteller Sinn, mit dem wir das Handy vom Boden angehoben positionieren können. Desweiteren erweist sich dieser auch zum Videoschauen als nützlich.



Für Musikgenuss vom allerfeinsten sind die Lautsprecher tabu, um die Nachrichten oder ein Hörbuch am Strand zu hören, sind sie aber durchaus empfehlenswert.

Wer allerdings "richtig" Musik hören möchte, greift zum Kopfhörer. Wer die richtigen der 3 mitgelieferten Gummiaufsatzpaare der HPM-77 richtig im Ohr positioniert hat, wird begeistert sein.

Viel Spaß beim hören, vielleicht auch mal im Dunkeln ?


Die Dunkelheit hat ihren Reiz


Im nächsten Teil wird noch auf einige weitere Funktionen (Empfangs- und Akkuleistung) eingegangen und es wird eine Abschlussbewertung geben.
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Montag, 22. Juni 2009, 23:47

Teil 5 - Sprach-/Empfangs-/Akkuleistung + Schlussfazit

Das W995 hat im Test durchweg in allen Punkten überzeugt.

Die Sprachqualität ist hervorragend und die Gesprächspartner bleiben unter beinahe allen Umständen klar und deutlich zu verstehen. Rauschen ist so gut wie gar nicht zu vernehmen. Hier scheint eine entsprechende neue Rauschunterdrückung zu arbeiten. Die angesprochene Sprachqualität leidet allerdings, wenn die Lautsprecher als Freisprecheinrichtung benutzt werden (anders als beim Abspielen von mp3s), was sich durch leichtes Zerren oder Clipping bemerkbar macht.

Die Empfangsqualität kann ebenfalls als sehr gut bezeichnet werden. Obwohl das Gehäuse weitestgehend aus Metall besteht, scheint die Antenne sehr leistungsstark oder zumindest sehr gut positioniert, um diesen Empfang zu ermöglichen.

Die Akkuleistung hängt wie immer vom Nutzungsverhalten und der Empfangsqualität bzw. deren Schwankungen ab. Bei aktivem GPS oder W-Lan geht diese natürlich zusätzlich rapide in den Keller. Bei normalem Nutzungsverhalten würde ich dem Akku des W995 ein Durchhaltevermögen von 2-3 Tagen attestieren, ehe er wieder ans Netz muss.

Sony Ericsson gibt im GSM-Netz eine Gesprächszeit von 9Std. und eine Standbydauer von 370 Std. und im UMTS-Netz eine Gesprächszeit von 4 Std. und eine Standbydauer von 360 Std. an. Musikwiedergabe: 20Std. (Quelle)

Fazit:

Vor allen Dingen gibt es an der Verarbeitung und dem schicken Äußeren nichts auszusetzen, denn das neue Slider-Flaggschiff der beliebten Walkman Reihe ist einfach ein Hingucker auf den ersten Blick. Die Symbiose aus gewohnt leistungsstarkem Walkmanhandy gepaart mit der 8 Megapixel Kamera lässt den Unterschied zu den Cybershot-Modellen in punkto Kamera kleiner werden, lediglich der echte Blitz wird vermisst. Die übrige Ausstattung lässt auch kaum Wünsche offen, soviele Funktionen und Eigenschaften vereint unter einem dermaßen gut verarbeitetem Dach ist wirklich bemerkenswert. Die Farbmodell "Progressive Black" ist allerdings anfällig für Staub und Fingerabdrücke und bedarf häufiger Reinigung.

Die Menüführung wurde zu vorigen SE-Modellen nicht verändert, wenn überhaupt, dann nur minimal angepasst, hierzu gab es auch keinen triftigen Grund, alles ist logisch aufgebaut und selbst Umsteiger finden sich schnell zurecht.

Selbst mit der Release Firmware lässt sich superschnell, flüssig und ruckelfrei durch die Menüs rauschen, hier ein Videobeispiel:



Das 2,6" große Display kommt allerdings lediglich mit QVGA Auflösung daher.

Mit einem aktuellen Internetbestellpreis von ca. 370€, branding- und vertragsfrei, herrscht schon jetzt, kurz nach dem Release, ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis und man kann ohne Bedenken zuschlagen.

Insofern ---> eine ganz klare Kaufempfehlung


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Vielen Dank an Sony Ericsson für die Bereitstellung der Testgeräte.


wishbone/ Team SEworld
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