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grisu59964

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Handys: SE W902 (20 Patty), Samsung GS2 (21 i9100), HTC Desire Z (19 Vision), T630 (13 Nora)

Firmware: R3EG004, CyanogenMod 9, CyanogenMod 7.2, R7A011

Provider: o2

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Sonntag, 25. Dezember 2011, 11:04

Der Tastenhandy-Testbericht 2011: Sony Ericsson Xperia pro, Xperia mini pro, txt pro

Smartphones gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die meisten Geräte setzen auf einen großen Touchscreen – Tasten sind offenbar out. Aber ab und zu kommt doch noch ein Telefon auf den Markt, das die Tastenfreunde unter uns erfreut.
Auch Sony Ericsson hat im Jahr 2011 drei Telefone auf den Markt gebracht, die mit einem Touchscreen und einer ausziehbaren Volltastatur daher kommen. Dabei handelt es sich um das Featurephone txt pro sowie die beiden Android-Smartphones Xperia pro und Xperia mini pro.
Wir haben einen Blick auf diese drei Geräte geworfen und die Tastaturen einmal unter die Lupe genommen.



Lieferumfang
Sony Ericsson liefert das Xperia pro mit dem Akku BA700 (1500 mAh), einer microSD mit 8GB, einem USB-Ladegerät (EP800+EC600L) und einem HDMI-Kabel IM820 aus. Wie bei Geräten der Green-Heart-Serie üblich, wird auf große Handbücher und CDs verzichtet. Eine Kurzanleitung sowie Sicherheits- und SAR-Informationen liegen bei.


Dem Xperia mini pro neben dem Akku EP500 (1200 mAh) eine microSD-Karte mit 2GB, das USB-Ladegerät EP800 mit Micro-USB-Kabel EC450, das einfache Stereo-Headset MH410, sowie eine Displayschutzfolie bei.


Spartanischer ist der Lieferumfang des txt pro. Neben dem Akku BST-43 (1000 mAh) liegen nur EP800 und EC450 bei. Eine microSD-Karte passt zwar in das txt pro, muss aber separat gekauft werden.


Optik, Verarbeitung und Haptik

Nimmt man eines der drei Geräte in die Hand, so stellt man schnell fest: hier dominiert ein Material, nämlich Kunststoff. Das kommt einerseits dem Gewicht zugute, das bei Telefonen mit Volltastatur ohnehin etwas höher ist als bei reinen Fulltouch-Geräten. Optisch werden die glänzenden Plastikflächen durch silbern glänzende Umrandungen aufgebrochen, wobei es sich allerdings nicht um Metall handelt, sondern wiederum um glänzenden Kunststoff.

Das Xperia pro setzt von vorne wie von hinten auf Hochglanzoptik, die naturgemäß anfällig für Fingerabdrücke ist. Die Tasten der Volltastatur sind jedoch matt abgehoben. Der Slider öffnet und schließt sehr knackig, sodass versehentliches Öffnen eher unwahrscheinlich ist. Nichts wackelt oder knarzt. Obwohl die dünne Rückabdeckung nur aufgeklickt wird, wirkt jeder Teil des Gehäuses stabil und gut verarbeitet.
Auffällig sind ist die runde Form des Xperia pro. In Verbindung mit der knalligen Farbe dürfte das Xperia pro sicher auch weibliche Fans finden.
Die Front wird vom 3,7“-Display dominiert. Außerdem befindet sich dort eine Frontkamera, der Helligkeitssensor sowie unterhalb des Displays die drei Hardwaretasten Zurück, Home und Menü.
Auf der linken Seite ist die Ein-Aus-Taste sowie der 3,5-mm-Klinkenanschluss untergebracht. Rechts sind die Kamerataste, die Laut-Leise-Knopfwippe und der HDMI-Anschluss.
An der Oberseite befindet sich der Micro-USB-Anschluss Typ B (USB 2) und die Unterseite bietet die Möglichkeit, eine Trageschlaufe oder Handyschmuck zu befestigen.
Die Rückseite beherbergt die Kamera (8,1 MP, HD-Video) mit LED-Blitz und den Lautsprecher.



Beim Xperia mini pro kann man eine zweigeteiltes Design beobachten: während der obere Teil des Sliders in Hochglanzkunststoff gefertigt ist, sind die Rückseite und die gesamte Volltastatur matt. Auch der Slider des Xperia mini pro wirkt solide. Lediglich die dünne Kunststoffrückseite knarzt ein wenig, was den ansonsten wirklich guten Eindruck etwas schmälert.
Trotz oder vielleicht gerade wegen der kompakten Ausmaße fällt besonders auf, dass das Xperia mini pro das dickste Gerät im Test ist. Es liegt dabei aber sehr gut in der Hand. Die Form ist deutlich kantiger als die des Xperia pro.
Sony Ericsson hat auf der kleinen Front ein Display mit drei Zoll Diagonale untergebracht. Die Android-Knöpfe Zurück, Home und Menü befinden sich auch hier unterhalb des Displays, wobei Zurück und Menü als Sensortasten umgesetzt wurden. Bei ausgeschaltetem Display wirkt die Front somit sehr edel wie eine große durchgängige Fläche.
Auf der linken Seite hat Sony Ericsson keine Knöpfe oder Buchen untergebracht, dafür auf der rechten den Kameraknopf und die Lautstärkewippe.
Die Oberseite beherbergt den Ein-Aus-Knopf, hinter einer Klappe versteckt den Micro-USB-Anschluss (Typ B, USB 2.0) sowie freiliegend den Kopfhöreranschluss mit 3,5 mm Klinke.
Auf der Rückseite befinden sich wie beim großen Bruder die Kamera (5,0 MP, HD-Video) sowie der Lautsprecher.



Mit Rücksicht darauf, dass das txt pro das günstigste Gerät im Test ist, kann man auch verzeihen, dass der matte Kunststoff, aus dem das gesamte Gehäuse gefertigt ist, keine Begeisterung beim Anfassen auslöst. Das txt pro wirkt leider so billig wie es tatsächlich ist. Auch seine Rückabdeckung knarzt beim Drücken und der Slider des Testgeräts gibt ungefähr einen Millimeter nach, wenn man ihn im geschlossenen Zustand zusammendrückt. Zum Glück wackelt er aber nicht, sodass es im Alltag nicht stört.
Auch das txt pro besitzt ein Display mit 3 Zoll und die darunter angebrachte Home-Taste erinnert an die Xperia-Geräte. Eine Zurück- oder Menü-Taste gibt es jedoch nicht.
Die Anordnung der restlichen Tasten und Anschluss ist wiederum an das Xperia mini pro angelehnt: oben Micro-USB, 3,5-mm-Klinke sowie Ein-Aus-Schalter, Rechts die Kamerataste und die Lautstärkewippe.
Die Kamera des txt pro besitzt eine Auflösung von 3,2 MP und muss ohne Blitz auskommen.



Vergleicht man die Testgeräte mit der Konkurrenz von HTC, dem Desire Z, fällt bei der Materialwahl schnell die Kombination von Kunststoff und Aluminium auf, was der Haptik sehr zugute kommt. Der matte Kunststoff erinnert an die Softtouch-Rückseite des Sony Ericsson W880i. Die Materialwahl schlägt sich am Ende im Gewicht nieder, sodass das Desire Z stolze 180 g auf die Waage bringt. Dafür hat man eher das Gefühl, ein hochwertiges Gerät in der Hand zu haben. Schade, dass Sony Ericsson sich bei den Testgeräten auf Plastik beschränkt hat.

Die Tastatur
Das herausragende Merkmal der drei Testkandidaten ist die ausziehbare Tastatur. Vorweg kann schon einmal gesagt werden, dass sich Sony Ericsson hier keinen Patzer erlaubt hat.

Die größte Tastatur hat natürlich das größte Gerät im Test, nämlich das Xperia pro, wobei das Tastaturlayout identisch ist mit dem Xperia mini pro. In vier Zeilen und elf Spalten befinden sich 42 Tasten, die größtenteils doppelt belegt sind. Für die Zahlen stehen beispielsweise keine separaten Tasten zur Verfügung, sodass diese durch drücken der Zweitbelegungstaste (die rote Taste beim Xperia pro bzw. die blaue beim Xperia mini pro) zusammen mit einer Taste aus der obersten Reihe erreicht werden.
Sehr positiv hervorzuheben sind die separaten Cursortasten, mit denen man leicht innerhalb von Texten navigieren kann. So entfällt das präzise Tippen mit dem Finger auf dem Bildschirm, bis der Cursor an der richtigen Stelle steht.
Sony Ericsson bietet während des Schreibvorgangs eine Unterstützung durch das Wörterbuch an, sodass beim Tippen meistens nicht auf Umlaute geachtet werden muss, die automatisch von der Software eingefügt werden. Ansonsten reicht ein langer Druck auf die entsprechende Taste und das Gerät bietet auf dem Display bspw. für a die Varianten ä, á, à usw. an.



Das Tippen geht sowohl beim Xperia pro als auch beim Xperia mini pro nach einer kurzen Eingewöhnung schnell von der Hand. Alle Tasten sind gut zu erreichen, wobei beim Xperia mini pro die geringe Größe dazu führt, dass der Finger beim Tippen der obersten Zeile immer wieder den oberen Sliderteil berührt. Häufig hört man als Besitzer eines Volltastaturtelefons die Frage, ob die Tasten denn überhaupt groß genug sind. Dazu kann man einerseits sagen, dass die Tasten der meisten On-Screen-Tastaturen eher kleiner sind. Andererseits sind die einzelnen Tasten deutlich voneinander getrennt, was wirklich präzises Tippen ermöglicht. Der Autor besitzt selbst keine filigranen Finger und hatte keinerlei Probleme mit Vertippern.
Dazu kommt, dass der Druckpunkt der Tasten bei beiden Geräten hervorragend ist, beim Xperia mini pro sogar noch ein wenig knackiger als beim Xperia pro.



Neben diesen tollen Tastaturen muss sich das txt pro nicht direkt verstecken, aber gerade beim Druckpunkt kann es nicht ganz so deutlich punkten wie die anderen beiden Geräte. Der Tastendruck ist zwar spürbar, aber im Vergleich schwammiger.
Die etwas kleinere Tastatur mit vier Zeilen und nur zehn Spalten besitzt 39 Tasten, wobei zwei der Cursortasten fehlen. Das Doppelbelegungskonzept der Androidgeräte wurde auch beim txt pro umgesetzt. Die Zahlentasten sitzen hier jedoch ähnlich wie bei konventionellen Telefonen in einem 3x3-Raster.
Mit dem Problem des Xperia mini pro, dass die obersten Tasten sehr dicht am oberen Sliderteil sitzen, hat auch das txt pro zu kämpfen. Hier wünscht man sich so freie Tasten wie beim Xperia pro.



Und die Konkurrenz von HTC? Die Tastaturen von Sony Ericsson waren schon bei der vorherigen Generation (Xperia X10 mini pro) hervorragend – und das Desire Z kann hierbei kaum mithalten. Der Druckpunkt der Tasten ist noch etwas schwammiger als beim txt pro, aber noch spürbar. Ein großer Vorteil der Desire-Z-Tastatur ist, dass es sich bei dem Gerät nicht um einen Slider handelt. Die Tastatur wird mit einem Z-Scharnier ausgeklappt, wodurch der Höhenunterschied zwischen Display und Tastatur flacher ausfällt als bei den Geräten von Sony Ericsson. So ist die Tastatur kompakter als die des Xperia pro, während alle Tasten hervorragend zu erreichen sind.
HTC spart zudem die Cursortasten, da unterhalb des Displays ein kleines Trackpad verbaut ist, das ebenfalls die präzise Navigation durch Texte erlaubt. Dafür sind zusätzliche Tasten für das Menü und zum Suchen vorhanden, sowie zwei frei belegbare Tasten zum Starten von Programmen.

Die Software
Die Xperia-Geräte werden mit Android in Version 2.3 ausgeliefert, das Sony Ericsson optisch aufpoliert und um einige eigene Apps ergänzt hat. Über Android sollen an dieser Stelle nicht zu viele Worte verloren werden, da dieses Betriebssystem schon in anderen Testberichten bereits hinreichend beurteilt wurde. Durch das große Angebot an Apps für Android lassen sich nahezu alle Wünsche abdecken. Anzumerken ist noch, dass die genannten Xperia-Geräte im März 2012 ein Update auf Android 4.0 erhalten sollen, von Sony Ericsson also noch weiter gepflegt werden.

Spannender ist für die Fans von Sony Ericssons Featurephones, wie es um den Funktionsumfang des txt pro bestellt ist. Leider handelt es sich bei dessen Software nicht um eine Weiterentwicklung der klassischen SE-Firmware, wie wir sie zuletzt im Aino gesehen haben. Stattdessen steckt eine stark im Funktionsumfang beschnitte Firmware im txt pro. Ähnlich wie bei früheren Low-End-Modellen wie beispielsweise dem F305 fehlen gewohnte Fähigkeiten wie beispielsweise die Übertragung von Kontakten und SMS durch die PC Suite /PC Companion oder MyPhoneExplorer. Lediglich die Übertragung von Dateien ist über das USB-Kabel möglich.
Die Geschwindigkeit des Geräts wollte keine rechte Freude aufkommen lassen. Schon banale Einstellungen wie die Uhrzeit zaubern ein „Bitte warten“ auf den Bildschirm. Das Design der Software gibt sich zwar äußerst Mühe, an die Xperia-Modelle zu erinnern, aber mithalten kann es hinsichtlich Reaktionsfreudigkeit und Funktionsumfang leider nicht. Die wenig erfreuliche Bedienbarkeit wird vom Touchscreen noch unterstützt, der ein Wischen zu oft als Tippen interpretiert und damit die flüssige Bedienung im Alltag erschwert.
Einsteiger dürfte die Neuanordnung der Einstellungen usw. nicht stören, während Umsteiger sich neu orientieren müssen und viele liebgewonnene Eigenschaften der alten SE-Firmware vermissen werden. So ging es auch einem unabhängigen Tester, der das txt pro als Nachfolger für sein in die Jahre gekommenes W901 einsetzen wollte und wenig begeistert von seinen Erfahrungen berichtete.
Natürlich soll nicht vergessen werden, dass das txt pro für ein Einsteigergerät nicht selbstverständliche Funktionen bietet, so wird manchen Benutzer sicherlich die WLAN-Unterstützung freuen, auch wenn das kleine Display und der eingebaute Browser nicht zum stundenlangen Surfen im Internet einladen.
Letztendlich ist nicht zu übersehen, dass es sich beim txt pro um ein Low-End-Handy handelt, das im modernen Gewand mit Touchscreen daherkommen will. Wer ein rundes, schnelles und ausgereiftes Softwarepaket haben will, sollte sich aber vielleicht besser bei den älteren SE-Modellen umsehen, die aufgrund ihres Alters zu ähnlichen Preisen zu haben sind.

Das Fazit
Die drei getesteten Tastenhandys hinterlassen einen etwas durchmischten Eindruck. Während die Plastikliebe von Sony Ericsson sind nicht besonders positiv auf die Haptik der Geräte auswirkt, können die Testkandidaten in ihrer Stärke, der Tastatur, voll überzeugen. Wie auch schon das Xperia X10 mini pro und das Vivaz pro hat Sony Ericsson Tastaturen mit wunderbarem Druckpunkt gebaut, an denen Vieltipper ihre Freude haben werden. Die Bedienbarkeit der Xperia-Modelle funktioniert ebenfalls einwandfrei, zumal die Touchscreens sehr gut reagieren und das installierte Android wenig Wünsche offen lässt. Letzteres gilt für das txt pro leider nicht im gleichen Maße, sodass die Bedienung auf Dauer wenig Freude bereitet.
Wer also ein aktuelles Android-Smartphone mit Tastatur und genug Leistung sucht, sollte sich Xperia pro und Xperia mini pro genauer anschauen. Ob das Hochglanzplastik dem eigenen Geschmack gefällt, muss jeder selbst entscheiden. Ansonsten gibt es an den Geräten wenig auszusetzen, sodass wir eine klare Empfehlung für die Xperia-Modelle aussprechen können.
grisu59964 @ SE-world: *26.06.06 ✝05.02.12
Danke für die tolle Zeit!