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Papa Schlumpf

Offizieller Quotenschlumpf ;-)

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Mittwoch, 30. März 2005, 19:24

Ab dem 1. Juli 2005 gibt es die bundeseinheitliche Sperr-Rufnummer 116 116, über die Kunden von Banken, Telekommunikationsunternehmen und möglicherweise bald auch Krankenkassen verlorene Karten sperren lassen können. Der Sperr eV. und die eigens für den Betrieb des 116 116-Dienstes gegründete Sperr Notruf GmbH haben jetzt einen Mustervertrag und ein Informationspaket zu dem auch vom Bundesinnenministerium unterstützten Service veröffentlicht.

Die Sperr-Rufnummer 116 116 hatte die Regulierungsbehörde Ende Dezember vergangenen Jahres an den Sperr e.V. vergeben. Der Sperr-Notruf soll das System der klassischen Notrufnummern 110 und 112 auf die Notfälle übertragen, in denen es um den Verlust vertraulicher und privater Informationen geht. Neben verlorenen EC- oder Kreditkarten können auch Handys, Mitarbeiterausweise, Tankkarten, Kundenkonten im Internet, Online-Girokonten, Remote-Access-Berechtigungen, digitale Signaturen, Mobile-Banking- und E-Mail Accounts sowie Kundenkarten mit Zahlfunktion gesperrt werden. Für die Zukunft nimmt das nicht-kommerzielle Unternehmen auch noch ganz andere Dinge ins Visier, darunter Personalausweise, Baumaschinen oder Autos.

Die Idee ist, dass über das zentrale Callcenter des Sperr-Notrufs der Anruf zum richtigen Callcenter der jeweiligen Bank oder des jeweiligen Telekommunikationsanbieters weitergeleitet wird. Zur Pflege der entsprechenden Kontaktdaten in der "Wissens- oder Vermittlungsdatenbank" müssen sich die teilnehmenden Unternehmen vertraglich verpflichten, ebenso wie zur Erreichbarkeit rund um die Uhr an jedem Tag der Woche -- ein Computer gilt dabei nicht, ein Mensch muss am anderen Ende der Leitung sein. Außerdem ist die Weiterleitung nur an normale Festnetznummern möglich, nicht an Sonderrufnummern.

Wer gleich die ganze Brieftasche verloren hat, wird nacheinander zu den verschiedenen Unternehmen weitervermittelt, laut dem Informationspaket passiert das automatisch nach dem Auflegen des ersten Sperr-Callcenters und nach einer entsprechenden Hinweisansage. Ist ein Callcenter in der Liste belegt, rückt es nach hinten. Der Anrufer bleibe so lange mit dem Sperr-Notruf verbunden, bis alle aufgenommenen Medien abgearbeitet beziehungsweise gesperrt seien, heißt es. Außerdem kann der Kunde sich jeweils zum Sperr-Notruf zurückgeben lassen; außerdem werden "Wiederanrufer innerhalb von 30 Minuten erkannt und können entsprechend bedient werden". Individuelle Angebote, etwa Sperren direkt im Vermittlungscenter der Sperr Notruf GmbH vorzunehmen beziehungsweise über dessen hauseigenen Callcenter abwickeln zu lassen, sind Verhandlungssache.

Im jetzt publizierten Vertragsentwurf werden die Verpflichtungen der Partner, die Datenschutzbestimmungen und, nicht zuletzt, die Preise festgelegt. 1,60 Euro haben Banken oder andere Unternehmen zunächst einmal pro Vermittlung zu zahlen, außerdem Verbindungskosten von 9 Cent pro Minute Gesprächsdauer zwischen dem Kunden und dem Callcenter, an das der Ruf weitergeleitet wird. Nach monatlichen Vorauszahlungen wird jeweils entsprechend der tatsächlichen Nutzung abgerechnet. Eine Einrichtungsgebühr ist nicht vorgesehen, die Mitgliedschaft im Sperr eV. nicht notwendig. Wenn die Notrufnummer sich durchsetzt, werde der anteilige Fixkostenblock weiter sinken, ist sich der Sperr e.V. sicher. (Monika Ermert) / (jk/c't)

Quelle: heise
Weil die Lichtgeschwindigkeit höher als die Schallgeschwindigkeit ist, hält man viele Leute für helle Köpfe, bis man sie reden hört.
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Papa Schlumpf

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Freitag, 10. Juni 2005, 13:10

Jetzt ist es offiziell: Deutschland führt als erstes EU-Land eine spezielle Notrufnummer zum Sperren abhanden gekommener Bankkarten, Mobilfunkkarten und anderer elektronischer Berechtigungen ein. Unter der Rufnummer 116 116 wird in Kürze am 1. Juli 2005 ein bundesweiter Sperrdienst eingerichtet, der aus dem Inland kostentfrei erreichbar ist. Damit sollen mit nur einem Anruf alle verlorenen oder gestohlenen Karten, dabei auch SIM-Karten, umgehend gesperrt werden können.
6 Millionen Sperrungen jährlich
Ungefaehr 6 Millionen Sperrungen werden jährlich in Deutschland vorgenommen. Die Schaeden entwendeter Karten belaufen sich auf etwa 40 Millionen Euro. Durch schnelleres Sperren von Zahl- und Kundenkarten koönnten diese Schaeden zulasten der Verbraucherinnen und Verbraucher erheblich verringert werden. Zudem stellt die neue Rufnummer eine grosse Erleichterung fuer die Verbraucherinnen und Verbraucher dar, die oftmals damit konfrontiert sind, dass verschiedene Karten - etwa in einer Tasche oder Geldboerse - abhanden kommen und die unterschiedlichsten Institute kontaktiert werden müssen.
Keine Registrieung notwendig
Nach einer Sperrmeldung ermittelt die Zentrale den zuständigen Kartenherausgeber und der Anrufer wird nacheinander mit deren Sperrdiensten verbunden. Der Anrufer muss sich jeweils legitimieren, damit ein Missbrauch ausgeschlossen ist. Die Sperrvermittlung ist besonders verbraucherfreundlich konzipiert. Sie wird rund um die Uhr direkt erreichbar sein, eine gesonderte Registrierung ist nicht erforderlich und der Anruf bleibt aus dem Inland geböhrenfrei. Die Vermittlungskosten tragen die beteiligten Unternehmen.

Quelle: pressrelations/insidehandy
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Montag, 27. Juni 2005, 16:14

Zum offiziellen Start des neuen Kartennotrufs 116 116 am Freitag, 1. Juli, ist keine Privatbank dabei und auch die deutschen Netzbetreiber halten sich noch zurück. Mit den Sparkassen sowie den Volks- und Raiffeisenbanken haben sich bislang allerdings die Institute mit den meisten Kunden dem Service angeschlossen. Etwa drei Viertel der rund 110 Millionen in Deutschland umlaufenden Kredit- und Debitkarten (früher ec-Karten) können künftig über die kostenfreie Nummer 116 116 gesperrt werden.

Der von der Frankfurter „Sperr-Notruf 116 116 GmbH“ betriebene Notruf arbeitet als Telefon-Vermittlung zu den verschiedenen Karten-Ausgebern, erläutert Geschäftsführer Michael Denck. Die Anrufe werden von den Mitarbeitern zweier Callcenter in Wilhelmshaven und Magdeburg entgegengenommen, die mit den Anrufern zunächst eine Liste der verschwundenen Karten erstellen. Danach sollen die Hilfesuchenden hintereinander mit den eigentlichen Sperrstellen verbunden werden. Die 116 116 ist mit der National-Vorwahl +49 auch aus dem Ausland erreichbar.
Der unter anderem von der Bundesregierung, der Deutschen Telekom und Bertelsmann unterstützte Service könnte auch für Sperren von verschwundenen Handy-Karten und Krankenkassenkarten verwendet werden, doch zum Auftakt sind nach Firmenangaben noch keine Verträge unter Dach und Fach. (dpa)
Quelle: xonio
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Samstag, 30. Juli 2005, 13:09

Die Grünen-Verbraucherschutzpolitikerin Ulrike Höfken hält eine rechtliche Regelung zur Diebstahlsicherung von Handys für sinnvoll. "Die großen Mobilfunkbetreiber müssen endlich eine wirksame 'Klau-Sicherung' in ihren Handys integrieren", sagte Höfken in einem Gespräch mit dpa. Das könne über eine Selbstverpflichtung der Betreiber oder eine Gesetzesregelung wie in Großbritannien geschehen. "Die nächste Bundesregierung muss das Gespräch mit den Betreibern suchen."
"Durch eine Software-Umstellung und eine vernetzte Datenbank unter den Betreibern würde sich der Handy-Diebstahl nicht mehr lohnen", sagte Höfken. Bisher bieten die meisten Anbieter beim Diebstahl eines Mobiltelefons nur die Sperrung der SIM-Karte (Subscriber Identity Module) an. Damit wird verhindert, dass auf Kosten des Eigentümers weiter telefoniert wird. "Das gestohlene Handy kann aber problemlos mit einer anderen SIM-Karte betrieben werden", sagte Höfken. Nur die Firma Vodafone biete bisher eine Diebstahlsperre für Handys.

Eine Sperre für einzelne Handys ist über die individuelle Gerätenummer, die so genannte IMEI (International Mobile Equipment Identity), möglich. Sperrt ein Mobilfunkbetreiber ein geklautes Handy über seine IMEI, lehnt das Netz jegliche Anmeldeversuche mit diesem Mobiltelefon ab, auch wenn im Handy nicht die mit dem Gerät gestohlene SIM-Karte steckt. Vodafone bietet diesen Service seit August vergangenen Jahres bundesweit an. Die gesperrte IMEI-Nummer wird zudem an eine internationale Sperrliste übermittelt -- es ist damit in allen Handynetzen weltweit unbrauchbar, die auf diese Sperrdatei zurückgreifen. Da T-Mobile, E-Plus und O2 vergleichbare Dienste nicht anbieten und diese Sperrliste nicht abfragen, kann man gesperrte Handys in deren Netzen weiterbenutzen -- unabhängig von einer eventuell gesperrten SIM-Karte.

Die Verbraucherschutzpolitikerin schlug nun gegenüber dpa ebenfalls eine zentrale Sperrliste vor. "Über eine zentrale Sperrliste könnten Mobilfunkbetreiber ein als gestohlen gemeldetes Handy vom Netzzugang ausschließen." Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte im Juni bereits an die Mobilfunkbetreiber appelliert, den Diebstahlschutz von Handys zu verbessern. Die Zahl geraubter Mobiltelefone hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht, meinte die GdP, ohne genauerer Zahlen zu nennen. (jk/c't)
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5

Freitag, 26. August 2005, 11:38

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nur ein paar Wochen nach Einführung des zentralen Notrufs zur Sperrung von Bank- und Kreditkarten hat die Betreibergesellschaft Sperr-Notruf 116 116 GmbH Insolvenz angemeldet. Die Beantwortung der eingehenden Anrufe durch die Callcenter von Arvato und Bosch läuft jedoch weiter.

Derzeit verhandelt das Unternehmen mit den Geldgebern über eine langfristige Finanzierung, erklärte Geschäftsführer Michael Denk gegenüber dem "Handelsblatt". Bei der bisherigen Lösung habe es sich nur um eine Zwischenfinanzierung gehandelt. "Um nicht in den Verdacht einer Insolvenz-Verschleppung zu geraten, haben wir vorsichtshalber am 29. Juli beim Amtsgericht Frankfurt Insolvenz angemeldet", so Denck.

Mit dem Notruf "116 116" wollte die Bundesregierung eine zentrale Telefonnummer schaffen, um Bank- und Kreditkarten der angeschlossenen Geldinstitute sowie Mitgliedskarten und Ausweise bei Verlust oder Diebstahl sperren zu lassen. Wie hoch der Bedarf der Verbraucher an einem solchen Notruf ist, lässt sich allein an den Zahlen im Juli ablesen, so Denck. In dem einen Monat seien 50.000 Anrufe eingegangen und 20.000 Karten gesperrt worden. (sp)
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6

Freitag, 26. August 2005, 11:54

Hi,

das war wohl ein Schuss in den Wind. :(

Auf der Internetseite steht bis jetzt noch nichts davon. :wondering:

MfG
Humunculus

Papa Schlumpf

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Montag, 9. Januar 2006, 20:29

Die zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörende Servodata GmbH hat den Betrieb des zentralen Karten-Sperr-Notrufs 116 116 übernommen. Der Notruf, über den Sperrungen von Geldkarten, Kreditkarten sowie anderen Medien (Mobilfunkkarten, Mitarbeiterausweise, Online-Banking-Accounts) initiiert werden können, war im Juli 2005 von der Frankfurter "Sperr-Notruf 116 116 GmbH" in Betrieb genommen worden. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hatte die Betreibergesellschaft aber nur wenige Wochen später Insolvenz angemeldet.
Michael Denck, Geschäftsführer der "Sperr-Notruf 116 116 GmbH", erklärte damals, Verhandlungen mit Banken über eine langfristige Finanzierung der Investitionen hätten sich verzögert, weshalb man selbst einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingereicht habe. Insgesamt soll der Aufbau der technischen Infrastruktur des Karten-Sperr-Notrufs rund 1,5 Millionen Euro verschlungen haben.

Initiator des Sperr-Notrufs war die Bundesregierung, die Verbraucher vor dem Hintergrund eines zunehmenden Missbrauchs von gestohlenen Kreditkarten besser schützen wollte. Im Oktober 2004 vergab die damalige RegTP (heute Bundesnetzagentur) die "116 116" an den Verein Sperr e.V., der wiederum die "Sperr-Notruf 116 116 GmbH" mit dem Betrieb des Notrufs beauftragte.

Servodata, ein Tochterunternehmen der ebenfalls zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörenden CardProcess GmbH, betreibt bereits seit 1987 im Auftrag des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) eine zentrale Sperr-Hotline für Maestro/EC-Karten für deutsche Kreditinstitute. Die Callcenter von Bosch und der Bertelsmann-Tochter Arvato, die über die 116 116 bislang Anrufe von Hilfesuchenden angenommen und an die jeweiligen Herausgeber der Karten vermittelt hatten, sind künftig nicht mehr am Sperr-Notruf beteiligt.

Zu den Unternehmen und Kreditinstitutsgruppen, die bereits Verträge mit der Sperr-Notruf GmbH abgeschlossen hatten, gehören American Express (Kreditkarten), Euro Kartensysteme (MasterCard), die Sparkassen-Finanzgruppe (EC- und Kreditkarten) sowie Volksbanken und Raiffeisenbanken (EC-Karten). Nähere Einzelheiten zur Weiterführung des Sperr-Notrufs will Servodata in dieser Woche bekannt geben. (pmz/c't)
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